Dachau

Dringender Sicherheitsappell: Fluchttreppe in Karlsfeld gefährdet Kunstbetrieb!

Die Galerie Kunstwerkstatt am Drosselanger in Karlsfeld ist seit Januar 2025 aufgrund von Brandschutzauflagen im eingeschränkten Betrieb. Derzeit ist die Zahl der Besucher auf maximal 20 Personen limitiert; dies hat zur Folge, dass keine Vernissagen mehr stattfinden können. Diese Sicherheitsvorkehrung wurde von der Gemeindeverwaltung angeordnet, um einen zweiten Rettungsweg einzurichten. Für die Umsetzung dieser Maßnahme, die durch eine Fluchttreppe realisiert werden soll, werden Kosten in Höhe von rund 70.000 Euro geschätzt. Allerdings fehlen der Gemeinde die erforderlichen finanziellen Mittel, um dieses Vorhaben umzusetzen. So berichtete merkur.de, dass die CSU-Fraktion in der letzten Sitzung des Gemeinderats die Wiederaufnahme der Planungen für die Fluchttreppe beantragt hat. Dies geschah nach einem vorherigen Ausschluss der Pläne aus Kostengründen.

Im Rahmen des Antrags brachte die CSU einen alternativen Standort ins Spiel, konkret die alte Grundschule an der Krenmoosstraße. Mitglieder des Kunstkreises sahen diesen Vorschlag jedoch kritisch. Die Bedenken beziehen sich auf die Unzulänglichkeiten der geplanten Ausstellungen, die an diesem Standort ungeschützt wären. Zudem herrscht Unklarheit über die langfristige Sanierung und Nutzen der alten Grundschule.

Finanzierungsalternativen und Gemeinderatsdiskussion

Die CSU plant, Mittel aus anderen Sanierungsprojekten zu übertragen, um die Fluchttreppe zu finanzieren. Der Gemeinderat ist sich einig über die Notwendigkeit einer dauerhaften Lösung für die Herausforderungen des Kunstkreises in Karlsfeld. Während der Haupt- und Finanzausschuss den Antrag weiter behandelt, gibt es jedoch Uneinigkeit bei der Finanzierung, insbesondere von Seiten der Grünen, die Bedenken äußern.

In einem breiteren Kontext ist klar, dass Fluchttreppen bestimmte bauliche und sicherheitstechnische Vorgaben erfüllen müssen. Laut den Anforderungen der DIN 18065, wie auf hausjournal.net dargestellt, müssen beispielsweise die Stufen rutschhemmend und die Witterungsbeständigkeit bei Außenfluchttreppen gewährleistet sein. Die Sicherheit und Stabilität sind weitere entscheidende Faktoren, die bei der Planung berücksichtigt werden müssen.

Technische Standards und Anforderungen

Zu den Standardanforderungen gehören unter anderem:

  • Steighöhen zwischen 14 und 19 cm
  • Auftrittsflächen zwischen 26 und 37 cm
  • Fluchttreppe muss mindestens 85 cm breit sein, bei größeren Menschenansammlungen bis zu 240 cm
  • Geländer müssen mindestens 1 Meter hoch sein mit durchgehenden Handläufen
  • Tragfähigkeit von mindestens 5,5 kN/m²

Diese Regelungen sind entscheidend, um den Schutz von Personen in Notfällen zu gewährleisten und den Zugang zu den Fluchttreppen jederzeit frei zu halten. Informierte Entscheidungen und professionelle Ausführungen sind sowohl für die Sicherheit der Galeriebesucher als auch für die künstlerische Community in Karlsfeld von großer Bedeutung.

Statistische Auswertung

Beste Referenz
merkur.de
Weitere Infos
baulinks.de
Mehr dazu
hausjournal.net

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