Zwei Würzburger Professoren mit Bayerischem Maximiliansorden geehrt!
Am 3. Dezember 2025 wurden in Würzburg Professoren Georg Ertl und Jörg Vogel mit dem Bayerischen Maximiliansorden ausgezeichnet.

Zwei Würzburger Professoren mit Bayerischem Maximiliansorden geehrt!
Am 3. Dezember 2025 fand eine feierliche Zeremonie statt, bei der Bayerns Ministerpräsident Markus Söder neun herausragende Persönlichkeiten mit dem begehrten Bayerischen Maximiliansorden ausgezeichnet hat. Diese Ehrung, die alle zwei Jahre an diejenigen verliehen wird, die sich durch außergewöhnliche Leistungen in Wissenschaft und Kunst hervorgetan haben, ist ein wahrer Höhepunkt in der bayerischen Ehrungskultur. Aktuell sind 95 lebende Ordensinhaber registriert, wobei die Anzahl auf maximal 100 begrenzt ist. Das gerahmt durch die traditionsreiche Geschichte des Ordens, der 1853 von König Maximilian II. gestiftet wurde und seit 1980 wieder aktiv ist, zieht die Auszeichnung auch weiterhin hochkarätige Persönlichkeiten an.
Unter den Geehrten befanden sich die renommierten Professoren Georg Ertl und Jörg Vogel aus Würzburg. Professor Georg Ertl, 75 Jahre alt, wurde für seine bedeutenden Beiträge zur Herzinsuffizienz geehrt. Von 1999 bis 2017 leitete er die Medizinische Klinik und Poliklinik I des Uniklinikums Würzburg und war eine Schlüsselfigur in der Gründung des Deutschen Zentrums für Herzinsuffizienz Würzburg im Jahr 2010. Seit 2020 trägt er den Titel eines Seniorprofessors am DZHI und hat als Ärztlicher Direktor sowie Vorstandsvorsitzender des Würzburger Universitätsklinikums einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Pioniere der Wissenschaft
Sein Kollege, Professor Jörg Vogel, gilt als wahres Vorbild in der RNA-Biologie und hat maßgeblich zur Entwicklung innovativer Hochdurchsatz-Sequenzierverfahren beigetragen. Seit 2017 ist Vogel Direktor des Helmholtz-Instituts für RNA-basierte Infektionsforschung in Würzburg und lehrt als Professor für Molekulare Infektionsbiologie an der Universität Würzburg. Seine Leistungen haben ihm bereits mehrere Preise eingebracht, darunter den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis im Jahr 2017 sowie den Feldberg-Preis 2019. Darüber hinaus ist er Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und der Bayerischen Akademie der Wissenschaften – ein Zeichen seiner hohen Anerkennung in der Wissenschaftsgemeinschaft.
Der Bayerische Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst ist die höchste Auszeichnung des Freistaats Bayern nach dem Bayerischen Verdienstorden. Die Idee hinter diesem Orden, der auf Anregung von Wilhelm von Dönniges und Leopold von Ranke ins Leben gerufen wurde, ist es, einige der brillantesten Köpfe des Landes zu ehren. Seit der Wiederbelebung der Auszeichnungen 1980 durch Ministerpräsident Franz Josef Strauß haben die Verleihungen an Bedeutung gewonnen. Über die Jahre hinweg wurden insgesamt 573 Verleihungen vorgenommen, doch diese Auszeichnung ist mehr als nur ein Titel. Es ist auch eine Gemeinschaft, die den Austausch von Ideen und Wissen fördert.
Verleihungsprozess und Bedeutung
Der Ehrungsprozess ist klar strukturiert: Vorschläge zur Verleihung können von verschiedenen staatlichen Stellen eingebracht werden, und die Auszeichnung erfolgt in der Regel durch den Ministerpräsidenten. Die Urkunden werden mit dem großen Staatssiegel versehen, was die offizielle Bedeutung zusätzlich unterstreicht. Die Mitglieder der Ordensgemeinschaft treffen sich jährlich, um Vorträge und Diskussionen zu führen, was den persönlichen Austausch unter den Ordensinhabern fördert.
Die Bedeutung dieser Auszeichnung geht über den persönlichen Ruhm hinaus: Sie repräsentiert die Wertschätzung für wissenschaftliche und künstlerische Leistungen, die eine Schlüsselfunktion in der Gesellschaft einnehmen. So ziehen Leistungen im Bereich von Herzen und Gesundheit, wie sie Ertl und Vogel erbrachten, die gebührende Aufmerksamkeit auf sich und bekräftigen die innovative Kraft der bayerischen Wissenschaft und Kunst. uni-wuerzburg.de berichtet zudem, wie der Orden dazu beiträgt, das kulturelle Erbe des Freistaats zu bewahren и weiterzuentwickeln. In diesem Sinne sind die diesjährigen Auszeichnungen nicht nur ein Blick in die Vergangenheit, sondern auch ein starkes Signal für die Zukunft der bayerischen Wissenschaft und Kunst.