Neuer Teampfarrer für Erlenbach: Alfred Bauer übernimmt 2026!
Bischof Jung ernennt Alfred Bauer zum Teampfarrer in Erlenbach am Main, Beginn der Amtszeit im Oktober 2026.

Neuer Teampfarrer für Erlenbach: Alfred Bauer übernimmt 2026!
In einem bedeutenden Wechsel innerhalb der katholischen Kirche in Bayern wurde heute Pfarrer Alfred Bauer (63) von Bischof Dr. Franz Jung zum Teampfarrer im Pastoralen Raum Erlenbach am Main ernannt. Diese Ernennung wird am 1. Oktober 2026 in Kraft treten und bringt weitere Veränderungen mit sich, denn der aktuelle Pfarrer Monsignore Franz Leipold (69) wird am 1. März 2026 in den dauerhaften Ruhestand gehen. [pow.bistum-wuerzburg.de] berichtet.
Alfred Bauer, geboren 1962 in Schimborn, hat einen interessanten Werdegang vorzuweisen. Nach der Grundschule in seiner Heimatstadt und dem Abitur in Alzenau studierte er von 1982 bis 1988 in Würzburg und Frankfurt/Main und schloss schließlich mit einem Magister artium ab. Später entschied er sich für die Priesterlaufbahn und wurde am 2. Juni 2001 von Bischof Dr. Paul-Werner Scheele im Kiliansdom zum Priester geweiht. Seine ersten Kaplan-Tätigkeiten absolvierte er in Stadtlauringen, Birnfeld und Wettringen.
Sein beruflicher Werdegang umfasst Stationen als Kaplan in Hofheim, Goßmannsdorf und Kerbfeld. Ferner war er ab September 2003 in der Pfarreiengemeinschaft Erlenbach-Triefenstein tätig, bevor er 2005 zum Pfarrer dieser Gemeinschaft ernannt wurde. Nach seiner Zeit in Erlenbach wechselte er 2008 nach Bad Brückenau und 2013 dann nach Goldbach, wo er unter anderem als Dekanatsbeauftragter für Jugend und Schule aktiv war. Seit 2024 ist Bauer zudem Pfarrer „in solidum“ des Pastoralen Raumes Aschaffenburg Ost.
Ein Abschied mit Dank
Die anstehende Pensionierung von Monsignore Leipold bringt das Ende einer langen und erfolgreichen Karriere mit sich. Er wurde 1956 in Bad Kissingen geboren, absolvierte sein Theologiestudium in Würzburg und wurde am 22. Februar 1986 ebenfalls von Bischof Dr. Paul-Werner Scheele zum Priester geweiht. Lepolds Weg führte ihn durch verschiedene Kaplanpositionen und schließlich 1989 zur Übernahme der Pfarreien Röllbach und Mönchberg.
Leipold war nicht nur ein engagierter Seelsorger, sondern setzte sich auch aktiv für die bauliche Weiterentwicklung seiner Gemeinden ein. Unter seiner Leitung wurden zahlreiche Projekte realisiert, wie der Neubau des Pfarrheims in Röllbach oder die Renovierung der Maria-Schnee-Kapelle. Darüber hinaus wurde er 2019 zum Ehrenbürger von Röllbach und Mönchberg ernannt und erhielt am 16. Oktober 2023 den Ehrentitel „Monsignore“ vom Papst.
Die Herausforderungen der Kirche
Die Veränderungen in der Seelsorge und die Ernennungen von Pfarrern sind Teil eines größeren Trends, den die katholische Kirche in Deutschland beobachtet. Angesichts des signifikanten Rückgangs der Anzahl an geweihten Priestern – von 17.773 im Jahr 1998 auf nur 12.280 im Jahr 2021 – sieht sich die Kirche gezwungen, die Struktur ihrer Pfarreien zu überdenken. [fowid.de] berichtet von einem Rückgang von rund 40 Prozent in der Anzahl der Priester im pastoralen Dienst, was die Betreuung der Gläubigen erschwert. Im Kontext dieser Entwicklungen ist die Ernennung von Alfred Bauer als Teampfarrer besonders relevant, um den Anforderungen gerecht zu werden.
Mit der bevorstehenden Übergabe der Pfarrleitung an Alfred Bauer und der Verabschiedung von Monsignore Leipold geht ein Kapitel in der Seelsorge im Pastoralen Raum Erlenbach am Main zu Ende. Es bleibt abzuwarten, welche neuen Impulse und Herausforderungen die Zukunft mit sich bringen wird.