Brose-Werk in Würzburg: Arbeitsplätze bis 2030 gesichert!

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Brose bleibt bis 2030 in Würzburg; 1.400 Arbeitsplätze gesichert durch erfolgreichen Kampf der Belegschaft und IG Metall.

Brose bleibt bis 2030 in Würzburg; 1.400 Arbeitsplätze gesichert durch erfolgreichen Kampf der Belegschaft und IG Metall.
Brose bleibt bis 2030 in Würzburg; 1.400 Arbeitsplätze gesichert durch erfolgreichen Kampf der Belegschaft und IG Metall.

Brose-Werk in Würzburg: Arbeitsplätze bis 2030 gesichert!

Der Standort des Brose-Produktionswerks in Würzburg ist gesichert – das ist das Ergebnis intensiver Verhandlungen und des hartnäckigen Einsatzes der Beschäftigten. Der Betriebsratsvorsitzende Yves Weinberger zeigt sich erfreut über die Einigung, die den Werkstandort bis 2030 garantiert. „Der Kampf um unsere Arbeitsplätze war erfolgreich“, betont er und erinnert an die Proteste, die seit Februar gegen die angedachte Schließung des Werks unternommen wurden. Die Entscheidung, den Standort fortzuführen, fiel am 8. Mai 2025, als der Verwaltungsrat von Brose aufgrund der starken Mobilisierung der Belegschaft und der Unterstützung durch die IG Metall das Aus für die Schließungspläne beschloss. Zudem wurden rund 14.000 Unterschriften gegen die Schließung übergeben, was die Eindringlichkeit der Anliegen der Angestellten unterstreicht.BR.de berichtet.

Doch was bedeutet diese Entscheidung für die rund 1.400 Beschäftigten? Ein vertrauter neuer Ergänzungstarifvertrag zwischen Brose, der IG Metall und dem Verband der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie stellt sicher, dass betriebsbedingte Kündigungen bis 2030 ausgeschlossen sind. Auch die Ausbildung junger Menschen bleibt ein zentraler Bestandteil des Standortversprechens. Betriebsratsvorsitzender Weinberger beschreibt den Prozess als herausfordernd, jedoch nie aussichtslos. Die Hürden für Kündigungen wurden deutlich erhöht, und die Vereinbarungen sind verbindlich. Sollte es zu einem Vertragsbruch kommen, wird die IG Metall reagieren. Diese Sicherheit hat den Beschäftigten Anlass gegeben, auf Teile ihres Gehalts zu verzichten, um den Standort zu sichern.IG Metall berichtet.

Würzburg bleibt innovativ

Die Zukunft des Werks sieht nicht nur den Erhalt, sondern auch den Ausbau vor. Geplant ist eine Erweiterung der Montage von Kühler-Lüfter-Motoren, die die europäische Markteinführung anstrebt. Gleichzeitig will Brose auch den Sprung in neue Technologien, etwa Raumfahrt und Satellitentechnik, wagen. Dennoch wird der Schwerpunkt auf dem Kerngeschäft liegen, während Kooperationen mit Forschungseinrichtungen momentan noch eine untergeordnete Rolle spielen. Historisch gewachsen ist die Bindung vieler Beschäftigter an den Standort: Einige sind seit Jahrzehnten Teil von Brose und haben sich stark mit dem Unternehmen identifiziert.

Die aktuelle Situation in der Automobilindustrie ist jedoch von Herausforderungen geprägt. Laut dem Verband der Automobilindustrie (VDA) ist die Zahl der Beschäftigten in der Branche in Deutschland 2024 auf etwa 772.900 gesunken, was einem Rückgang von 1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Nach einem kurzen Aufschwung im Jahr 2023 zeigt der Abwärtstrend deutliche Auswirkungen, insbesondere auf die Zulieferindustrie. Der Wandel hin zu innovativen Technologien und veränderten Anforderungen ist bereits spürbar, besonders bei den Herstellern von Teilen für Kraftwagen.VDA informiert.

Der erfolgreiche Kampf für den Erhalt des Würzburger Brose-Standorts ist ein Zeichen für die Stärke der Belegschaft und die Bedeutung des Standorts in der sich wandelnden Industrie. Die kommenden Jahre werden zeigen, wie sich die Herausforderungen in der Automobilbranche bewältigen lassen, doch sicher ist, dass Würzburg als Hauptsitz für den Geschäftsbereich „Antriebe“ eine Schlüsselrolle spielt.