Brose in Würzburg: Zukunft gesichert mit Satelliten-Technologie!
Brose in Würzburg sichert mit neuen Raumfahrtprojekten 1.400 Arbeitsplätze und stärkt Innovationskraft durch strategische Partnerschaften.

Brose in Würzburg: Zukunft gesichert mit Satelliten-Technologie!
In Würzburg schlägt die Stunde des Wandels für den Automobilzulieferer Brose. Rund 1.400 Mitarbeitende können aufatmen, nachdem das Unternehmen Weichen für eine neue, zukunftsfähige Ausrichtung stellt. Vor nicht allzu langer Zeit war noch ungewiss, ob der Standort überhaupt erhalten bleibt. Intensive Gespräche und politische Unterstützung, insbesondere von CSU-Abgeordneten, haben jedoch die Schließung abgewendet und ein wichtiges Signal an die Belegschaft gesendet.
Der Betriebsratsvorsitzende Yves Weinberger zeigt sich erleichtert über die getroffene Entscheidung, die eine Neuausrichtung des Unternehmens mit sich bringt. Diese Perspektiven sind nicht nur bedeutsam für die Belegschaft, sondern stärken auch die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit von Brose, so die Einschätzung der IG Metall Würzburg, die sich mit einer Unterschriftenkampagne für den Standort stark gemacht hat.
Neue Projekte im Raumfahrtsektor
Ein spannender Aspekt der Neuausrichtung ist der geplante Einstieg von Brose in den Raumfahrt- und Satellitensektor. Im Oktober 2025 wurden strategische Partnerschaften mit dem Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik EMI, dem Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC sowie dem BERLIN SPACE Consortium geschlossen. Ziel dieser Kooperationen ist die Entwicklung von Kleinsatelliten und von Schlüsselkomponenten für die Raumfahrttechnologie, sowie die Herstellung hocheffizienter elektrischer Antriebssysteme in industrieller Serienfertigung.
Der Geschäftsführer Antriebe von Brose, Raymond Mutz, ist optimistisch, dass die gebündelte Erfahrung in der Produktion mechatronischer Komponenten mit der Expertise der Fraunhofer-Institute und BERLIN SPACE zu wettbewerbsfähigen Lösungen führen wird. Die geplante Serienfertigung am Standort Würzburg soll nicht nur neue Technologien schneller zur Marktreife bringen, sondern auch die industrielle Fähigkeitslücke Europas im Bereich NewSpace schließen.
Die Zukunft im Fokus
Die Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut zielt darauf ab, die gesamte Bandbreite von Kleinsatelliten von 50 bis 500 kg abzudecken. Die Vorteile innovativer Technologien, wie die von Hall-Effekt-Antrieben, werden hervorgehoben und als ideal für die Einsätze im Satellitenbereich angesehen.
Prof. Dr. Frank Schäfer vom Fraunhofer EMI betont, wie wichtig die Verbindung von Forschung und industrieller Fertigung ist, um neue Maßstäbe zu setzen. Diese Entwicklungen zeigen, dass Brose nicht nur zukunftsfähige Arbeitsplätze schaffen möchte, sondern auch aktiv zur Wettbewerbsfähigkeit des Raumfahrtstandortes Deutschland beiträgt.
So wird deutlich: Brose in Würzburg hat sich nicht nur für die eigenen Mitarbeiter stark gemacht, sondern setzt auch auf Innovation und Zusammenarbeit, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Die Region darf also gespannt sein, was die zukünftigen Monate und Jahre bringen.