Heute ist der 7.03.2026 und mit den Temperaturen um die 15 Grad kommen viele Gartenliebhaber in den Startlöchern, um ihre grüne Oase aus dem Winterschlaf zu erwecken. Doch Vorsicht ist geboten! Die Expertin Carola Simm, Kreisfachberaterin aus Weißenburg-Gunzenhausen, warnt vor typischen Fehlern, die beim Gartenstart begangen werden können. Ihr Wissen teilt sie in einem Artikel, der auf nn.de veröffentlicht wurde.
Die Vorfreude auf den Frühling ist groß, und viele Hobbygärtner neigen dazu, zu früh mit der Gartenarbeit zu beginnen. Simm betont, dass Geduld eine Tugend ist, insbesondere, wenn es um den optimalen Zeitpunkt für die ersten Gartenarbeiten geht. Der März ist ein Übergangsmonat, in dem die Natur langsam erwacht. Die ersten Pflanzen zeigen sich, wie Schneeglöckchen und Krokusse, doch plötzliche Kälteeinbrüche sind ebenfalls möglich. Daher sollten Gartenarbeiten mit Bedacht geplant werden.
Typische Frühjahrsfehler vermeiden
Ein weiterer Experte, Maximilian Liliom, Projektleiter in der Gartenpflege, beleuchtet in einem Artikel auf op-online.de die häufigsten Gartenfehler im Frühling und wie man sie vermeiden kann. Der häufigste Fehler ist das falsche Gießen. Viele Gärtner gießen täglich in kleinen Mengen, was nicht ideal ist. Stattdessen sollte man einmal kräftig gießen und dann mehrere Tage warten, um die Pflanzen nicht zu überfluten. Der Holzstäbchen-Trick kann helfen, den Feuchtigkeitsgehalt der Erde zu überprüfen.
Ein weiterer häufiger Fehler ist das Düngen, das oft aus Angst vor falscher Anwendung vernachlässigt wird. Liliom empfiehlt die Nutzung eines organischen Bodenaktivators als universelle Lösung. Kompakte Erde sollte mit frischem organischen Material wie Pinienrinde oder Kompost aufgefrischt werden, um die Nährstoffversorgung sicherzustellen.
Der richtige Zeitpunkt für die Gartenarbeit
Eine wichtige Botschaft, die sowohl Simm als auch Liliom betonen, ist die Bedeutung des richtigen Zeitpunkts für das Gärtnern. Zu frühes Arbeiten kann zu einer hohen Pflanzensterblichkeit führen. Ein verlässliches Zeichen für den Beginn der Gartensaison ist die Blüte der Forsythien, die bei konstanten Temperaturen von etwa 6-8 Grad eintritt. Insbesondere Pflanzen in Töpfen und Hochbeeten sind empfindlicher und sollten besonders behutsam behandelt werden.
Der März bietet außerdem die Gelegenheit, die Beete vorzubereiten: Die Erde kann aufgelockert und Kompost ausgebracht werden, sobald der Boden frostfrei ist. Gründüngung kann gesät werden, um die Erde zu verbessern und Unkraut zu unterdrücken. Frühbeete und Mistbeete sind ebenfalls wichtige Themen, die für eine erfolgreiche Gartensaison von Bedeutung sind.
Fazit und wichtige Tipps
Um die Gartenarbeit erfolgreich zu gestalten, ist es ratsam, sich gut zu informieren und die Ratschläge von Experten zu beherzigen. Maximilian Liliom hat über ein Jahrzehnt Erfahrung in der Gartenpflege und bietet zahlreiche Tipps, auch in Form von Checklisten und Ratgebern für Hobbygärtner an. Der Frühling ist eine aufregende Zeit, aber mit Geduld und dem richtigen Wissen wird der Garten zur blühenden Freude.
Die Natur ist im März im Aufbruch, und alte Bauernregeln wie „Kunigund macht warm von unt“ erinnern uns daran, die Temperaturverhältnisse im Auge zu behalten. Durch eine ausgewogene Planung zwischen Vorfreude und winterlicher Vorsicht können Gartenfreunde sicherstellen, dass ihre Bemühungen Früchte tragen – im wahrsten Sinne des Wortes.



