Am 23. April 2026 finden die Aktionstage „Dein Tag, Dein Weg!“ statt, die Jugendlichen die Möglichkeit bieten, klischeefreie Einblicke in verschiedene Berufe zu erhalten. In einer Zeit, in der Geschlechterstereotype die Berufswahl stark beeinflussen, zielen der Girls’Day und der Boys’Day darauf ab, diese Rollenbilder aufzubrechen und den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine realistische Vorstellung vom Arbeitsalltag zu vermitteln. Die Anmeldung für interessierte Jugendliche ist bereits jetzt möglich.

Der Girls’Day fokussiert sich auf Berufe in den Bereichen Technik, IT, Handwerk und Naturwissenschaften. Gleichzeitig bietet der Boys’Day Einblicke in soziale, erzieherische, pflegerische und dienstleistungsorientierte Berufe. Diese Veranstaltung richtet sich an alle Jugendlichen, unabhängig von ihrer geschlechtlichen Identität. Unternehmen und Einrichtungen sind eingeladen, ihre Angebote auf den Plattformen www.girls-day.de und www.boys-day.de einzutragen und buchbar zu machen. Das übergeordnete Ziel dieser Aktionstage ist es, die Berufs- und Studienwahl basierend auf den individuellen Interessen und Stärken der Jugendlichen zu fördern, anstatt sie in vorgefertigte Rollenbilder zu drängen.

Unterstützung für Jugendliche in Ansbach und Weißenburg-Gunzenhausen

Für die Region Ansbach stehen folgende Ansprechpartnerinnen zur Verfügung: Christine Baez Delgado von der Agentur für Arbeit Ansbach-Weißenburg (Tel. 0981-182360, ansbach-weissenburg.bca@arbeitsagentur.de), Lisa-Marie Buntebarth von der Stadt Ansbach (Tel. 0981-51343, gleichstellungsstelle@ansbach.de) und Tanja Peipp vom Landratsamt Ansbach (Tel. 0981-4681040, tanja.peipp@landratsamt-ansbach.de). Im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen können sich Interessierte an Hedwig Hochreiter von der Agentur für Arbeit Ansbach-Weißenburg (Tel. 09141-871207, ansbach-weissenburg.bca@arbeitsagentur.de), Agnes Müller (Tel. 09141-902 241, gleichstellung@landkreis-wug.de) und Maria Christ (Tel. 09141-902 301, gleichstellung@landkreis-wug.de) wenden.

Berufswahl ohne Klischees

Die Aktionstage sind besonders wichtig, da Geschlechterstereotype bereits in der Kindheit die Berufswahl beeinflussen. Mädchen werden oft in soziale oder sprachliche Fächer gelenkt, während Jungen eher für technische Fächer ermutigt werden. In Deutschland sind Frauen in Ingenieurswissenschaften und Informatik unterrepräsentiert – nur etwa 13 Prozent der Auszubildenden in MINT-Berufen sind weiblich. Das Ziel ist es, bis 2030 mindestens 45 Prozent der Auszubildenden in diesen Berufen weiblich zu machen.

Rund 15.000 Unternehmen und Organisationen beteiligen sich an den Aktionstagen und bieten Einblicke in Berufe mit großem Fachkräftemangel. Zu den häufigsten Angeboten beim Boys’Day zählen Kindertagesstätten, Einzelhandel und Altenpflege. Diese Initiativen sind ein entscheidender Schritt, um die Berufswahl junger Menschen diverser und interessenorientierter zu gestalten.

Ressourcen und weitere Angebote

Neben den Aktionstagen gibt es eine Vielzahl von Programmen und Materialien, die Mädchen und jungen Frauen helfen, sich ohne Geschlechterklischees zu orientieren. Beispielsweise bietet die Broschüre „MI(N)Tmachen erwünscht!“ qualitative Kriterien für gendersensible MINT-Nachwuchsprojekte und soll Mädchen für technische Berufe begeistern. Ebenso gibt es Methoden-Sets wie „Klischeefrei macht Schule“, die Arbeitsblätter und Kopiervorlagen für Schulen bereitstellen.

Das Netzwerk „Komm, mach MINT“ fördert Mädchen in MINT-Studiengängen und thematisiert Geschlechterklischees. Diese Initiativen unterstützen nicht nur die Berufsorientierung, sondern tragen auch dazu bei, die Chancengleichheit in der Berufswelt zu fördern. Sie sind ein wichtiger Baustein für eine zukunftsfähige Gesellschaft und helfen, die Vielfalt der Berufe für alle Jugendlichen sichtbar zu machen.

Weitere Informationen sind auf den Webseiten der jeweiligen Initiativen und über die genannten Ansprechpartnerinnen erhältlich. Nutzen Sie die Chance, sich am 23. April 2026 inspirieren zu lassen und klischeefreie Berufsperspektiven zu entdecken. Für mehr Details besuchen Sie auch die Quelle hier und hier.