Am 13. November 2025 fand auf Gut Schörghof das 9. Kamingespräch statt, das rund 50 Vertreterinnen und Vertreter aus der Unternehmenswelt angezogen hat. In einer Zeit, in der digitale Transformation nicht mehr nur ein Schlagwort, sondern eine alltägliche Realität ist, widmete sich die Veranstaltung dem Thema: „Transformation als Führungsaufgabe – Kompetenzen für die digitale und nachhaltige Zukunft des Mittelstands“. Der Vortragende, Prof. Dr. Marcel Hülsbeck von der Hochschule München, beleuchtete die Verbindung zwischen Wertekultur, Unternehmenspraxis und den Herausforderungen, die die Zukunft mit sich bringt.

Ein wichtiges Anliegen der Veranstaltung war die Nutzung von Praxisbeispielen und Lösungsansätzen zur Überwindung typischer Unternehmensprobleme. Die Präsentation der Hirschvogel Group gab Aufschluss darüber, wie die Transformation in verschiedenen Unternehmensbereichen erfolgreich umgesetzt werden kann. Dabei wurden strategische Entscheidungen, Kulturwandel und digitale Prozesse miteinander verbunden, was die Angesprochenen sichtlich beeindruckte.

Fokus auf Nachhaltigkeit

Besonders spannend war der Beitrag der Herrhammer GmbH & Co. KG – Gärtner von Eden, die Möglichkeiten zur Gestaltung von Transformation in kleineren Unternehmen vorstellte. Hierbei standen Nachhaltigkeit, Netzwerke und Teamarbeit im Vordergrund. Eine neu entwickelte Mitarbeiter-App zur Stärkung der internen Kommunikation war ein innovativer Schritt, der den Teilnehmern verdeutlichte, wie wichtig die Einbeziehung aller Mitarbeiter in Transformationsprozesse ist.

Simone Adelwart, Wirtschaftsreferentin, brachte es auf den Punkt: „Verantwortung, Werte und Mitarbeiterbeteiligung sind die Schlüssel für eine erfolgreiche Transformation.“ Dies zeigt sich auch in den aktuellen Initiativen, die nicht nur das Unternehmenswachstum fördern, sondern auch einen positiven Einfluss auf die Umwelt haben.

Die digitale Herausforderung annehmen

Die Veranstaltung kam zur richtigen Zeit, denn die Herausforderungen der digitalen Transformation sind vielfältig. Laut der Fraunhofer-Gesellschaft müssen Unternehmen auf die SMART CIRCULAR ECONOMY umstellen und sich aktiv mit der Verantwortung für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) auseinandersetzen. Der Paradigmenwechsel hin zu einem zirkulären Wirtschaftssystem, bei dem Ressourcen effizienter genutzt und Abfälle vermieden werden, ist entscheidend. Hier gilt es, nicht nur ökologischen, sondern auch ökonomischen Mehrwert zu generieren.

Zusätzlich beleuchtet eine neue Studie, die am 13. Juni 2025 vorgestellt wurde, den Zusammenhang zwischen der Digitalisierung und der Kreislaufwirtschaft. Digitale Lösungen wie IoT und digitale Produktpässe könnten entscheidend sein, um transparente Lieferketten zu schaffen und nachhaltige Geschäftsmodelle zu etablieren. Die Forschung zeigt, dass bis Ende 2024 in Europa 27 Millionen generalüberholte Smartphones verkauft wurden, was die Marktfähigkeit der Kreislaufwirtschaft unterstreicht.

Mit Blick auf die kommenden Herausforderungen kündigte die Veranstaltung bereits ein weiteres Kamingespräch für das Frühjahr 2026 an. Unternehmen, die sich für diese wichtige Zukunftsthemen interessieren, können sich unter kreisentwicklung@lra-wm.bayern.de melden und so Teil dieses dynamischen Netzwerks werden.