In der kleinen Gemeinde Peißenberg im oberbayerischen Landkreis Weilheim-Schongau wurde ein spannendes Projekt ins Leben gerufen, das die Lebensqualität der Senioren erheblich verbessern soll. Das Quartiersmanagement, das im Oktober 2024 startet, wird vom Markt Peißenberg und der Ökumenischen Sozialstation initiiert. Ziel ist es, den sozialen Zusammenhalt zu stärken und den älteren Bürgern eine bessere Unterstützung im Alltag zu bieten. Die ersten positiven Rückmeldungen zum Projekt zeigen bereits, dass hier auf einem soliden Fundament gearbeitet wird. Mehr Informationen zu diesem Vorhaben finden Sie unter Kreisboten.
Das Quartiersmanagement hat viele Aufgaben, die sich gezielt an den Bedürfnissen der Senioren orientieren. Dazu gehören Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit, die Stärkung der ehrenamtlichen Strukturen und ein niederschwelliges Beratungsangebot. Die Sozialstationsleiterin Claudia Hörbrand betont die gute Basis für die Seniorenarbeit in Peißenberg und hebt hervor, wie wichtig die Beratungsfunktion des Quartiersmanagements ist. Hier werden Senioren an Fachstellen vermittelt, um ihnen in verschiedenen Lebenslagen zur Seite zu stehen.
Erfolgreiche Initiativen und langfristige Ziele
Zu den bereits gestarteten Initiativen zählen die dritte Auflage der Broschüre „65+“ sowie ehrenamtliche Rikscha-Fahrten für Senioren. Auch die Einrichtung von Treffpunkten ohne Konsumzwang, wie im Café des Caritas-Seniorenzentrums St. Ulrich, erfreuen sich großer Beliebtheit. Langfristig wird angestrebt, Strukturen zu etablieren, die auch ohne das Quartiersmanagement bestehen bleiben. Hierbei werden mittelfristige Themen wie Mobilität, Nachbarschaftshilfe und das Projekt „Wohnen für Hilfe“ in den Fokus genommen.
Das Konzept von „Wohnen für Hilfe“ sieht vor, dass ein Quadratmeter Wohnraum für eine Stunde Hilfeleistung zur Verfügung gestellt wird. Bereits eine erfolgreiche Wohnpartnerschaft zwischen einer Auszubildenden und einem verwitweten Senior wurde realisiert, was die präventive Wirkung gegen Alterseinsamkeit unterstreicht. Sozialreferent Christian Quecke hebt die Fortschritte des Quartiersmanagements hervor und ermutigt zur Teilnahme an den Angeboten.
Unterstützung durch den Freistaat Bayern
Die Finanzierung des Projekts erfolgt durch Fördermittel des bayerischen Ministeriums für Familie, Arbeit und Soziales, das den Aufbau seniorengerechter Quartierskonzepte mit bis zu 80.000 Euro über vier Jahre unterstützt. Für finanzschwache Gemeinden besteht zudem die Möglichkeit einer jährlichen Anschlussförderung von 20.000 Euro. Dies ist ein wichtiger Schritt, um die Daseinsvorsorge und Infrastruktur für ältere Menschen zu verbessern und ihnen ein selbstbestimmtes Altern zu Hause zu ermöglichen. Die Konzepte basieren auf bestehenden Ressourcen und sollen allen Generationen zugutekommen. Weitere Informationen finden Sie unter stmas.bayern.de.
Ein Blick auf die Zukunft
Das Quartiersmanagement in Peißenberg ist nur eines von vielen Projekten, die sich mit der Lebensqualität älterer Menschen befassen. Ältere Menschen stellen eine wachsende Bevölkerungsgruppe dar, und der Deutsche Seniorentag thematisiert die notwendigen strukturellen Voraussetzungen für ein gutes Leben im Alter. Es wird diskutiert, wie Lebensverhältnisse in Stadt und Land gestaltet werden können, um Selbstbestimmung und Teilhabe älterer Menschen zu stärken. Auch die Bedeutung kommunaler Zusammenarbeit wird betont, um Erfahrungen auszutauschen und Wissen zu bündeln. Zu den Themen gehören unter anderem die digitale Teilhabe älterer Menschen und die Gestaltung altersfreundlicher Strukturen in Kommunen. Weitere Informationen zu den aktuellen Entwicklungen finden Sie unter Deutscher Seniorentag.



