Am Donnerstag, den 12. März 2026, wird im Freistaat Bayern, genauer gesagt im Landkreis Weilheim-Schongau, ein Probealarm durchgeführt. Ab 11:00 Uhr ertönt ein einminütiger, auf- und abschwellender Heulton, der die Bevölkerung an die Wichtigkeit von Warnsignalen erinnern soll. Dieses jährliche Event findet immer am zweiten Donnerstag im März statt und hat das Ziel, die Bürgerinnen und Bürger für Warnungen in Krisen- und Gefahrenfällen zu sensibilisieren und die Abläufe in solchen Situationen zu überprüfen. Die Bevölkerung wird aufgefordert, ihre Rundfunkgeräte einzuschalten und auf amtliche Durchsagen zu achten. Weitere Informationen zu diesem Thema sind auf der Internetseite des Bayerischen Staatsministeriums des Innern verfügbar (Link zur Quelle).
Der Probealarm ist nicht nur eine lokale Angelegenheit, sondern Teil einer umfassenderen Strategie, die auch andere Regionen in Bayern einbezieht. So fand bereits am 13. März 2025 ein ähnlicher Test statt, um die Funktionsfähigkeit des Warnsystems in weiten Teilen des Freistaates zu überprüfen. Auch hier wurde ein auf- und abschwellender Heulton von einer Minute Dauer eingesetzt, um die Bevölkerung zu alarmieren und sie zur Aufmerksamkeit auf Rundfunkdurchsagen aufzufordern. Neu in diesem Jahr war der Test des Entwarnungstons, der als gleichbleibender Heulton ebenfalls eine Minute lang zu hören war. Neben den traditionellen Sirenensignalen kommen moderne Warnmittel wie Warn-Apps und Cell Broadcast zum Einsatz. Diese Warnmittel senden Nachrichten direkt auf Smartphones, ohne dass eine gesonderte App erforderlich ist (Link zur Quelle).
Das Modulare Warnsystem (MoWaS)
Der Einsatz von modernen Warnmethoden ist essenziell, um die Bevölkerung schnell und effizient zu informieren. Das Modulare Warnsystem (MoWaS) wird von den Bundesländern im Katastrophenschutz verwendet, um rechtzeitig vor Gefahren zu warnen. Es ist eine der wichtigsten Neuerungen im deutschen Bevölkerungsschutz, der seit 2004 durch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) koordiniert wird. Die Behörde hat sich nach verschiedenen technischen Pannen, wie beim ersten bundesweiten Warntag am 10. September 2020, stets weiterentwickelt, um die Warnsysteme zu optimieren und die Bevölkerung besser zu erreichen.
Die Notwendigkeit von effektiven Warnsystemen wird auch durch die Gegebenheiten in Deutschland deutlich: Sirenensysteme sind nicht flächendeckend vorhanden, und in vielen Kommunen wurden Sirenen abgebaut. Dennoch haben einige Städte, wie Aachen, Köln und Hamburg, weiterhin Sirenen installiert, wobei die Signale von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt sind. Seit 2019 gibt es eine Empfehlung für ein einminütiges Heulton zur Warnung und einen Dauerton zur Entwarnung. Die Tests variieren stark, einige Kommunen führen sie wöchentlich durch, andere nur jährlich (Link zur Quelle).
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Probealarm in Bayern nicht nur eine Routineübung ist, sondern ein wichtiger Bestandteil des Bevölkerungsschutzes, der die Bürgerinnen und Bürger auf mögliche Gefahren aufmerksam macht und sie gleichzeitig auf die Bedeutung der Warnsysteme hinweist. Die kontinuierliche Verbesserung dieser Systeme ist entscheidend, um in Krisensituationen schnell und effektiv reagieren zu können.