In Weilheim sorgt ein vorläufiges Verbot des Landratsamtes für reichlich Aufregung. Die AfD hat die Nutzung eines ehemaligen Kinos samt Bürgerbüro für Veranstaltungen ins Auge gefasst. Doch am 23. Februar 2026 kam die Entscheidung: Das Vorhaben wurde aufgrund fehlender baurechtlicher Genehmigung gestoppt. Radio Oberland berichtet, dass der normale Bürobetrieb von dieser Entscheidung nicht betroffen ist. Das Verbot zielt unter anderem darauf ab, die Verkehrssituation in der Umgebung zu berücksichtigen und hochfrequentierte Nutzungen mit hohem Stellplatzbedarf zu begrenzen.
Die Behörde legt großen Wert darauf, dass Versammlungsstätten sowie Einrichtungen für sportliche und kulturelle Veranstaltungen in diesem Bereich ausgeschlossen sind. Eine klare Regelung der zukünftigen Nutzungen steht mit einem Bebauungsplan an, der die Gegebenheiten vor Ort neu definieren wird. Daher bleibt der Status der AfD in diesem besonderen Hinblick spannend. Umso mehr Interesse weckte die Nachricht, dass die AfD das ehemalige Starlight-Kino – direkt gegenüber ihrem Bürgerbüro – angemietet hat.
Demonstrationen und politische Brisanz
Anfang Februar demonstrierten bereits rund 4.000 Menschen in Weilheim für Demokratie und setzten ein Zeichen gegen Rechtsextremismus. Unter dem Motto „Demokratie braucht Haltung. Jetzt!“ zeigten sie, wie wichtig ihnen eine lebendige Zivilgesellschaft ist. Diese Entwicklung wird von den aktuellen Bestrebungen der AfD stark beeinflusst. Berichte über ein geplantes „patriotisches Kulturzentrum“ schwirrten durch die Medien, wurden jedoch von AfD-Sprecher Stefan Protschka zurückgewiesen, der stellte klar, dass die Partei keinen solchen Plan verfolgt.
Die Nutzungsanzeige für das Kino wurde am 15. Januar von den prominenten AfD-Politikern Benjamin Nolte und Gerrit Huy eingereicht. Während Huy als Bundestagsabgeordneter in der ersten Reihe steht, kandidiert Nolte auch für das Amt des Landrats im bayerischen Landtag. Ihre Initiative, die offenbar auf viel Unterstützung aus dem eigenen Lager stößt, ist allerdings jetzt erst einmal ins Stocken geraten, wie die Allgäuer Zeitung berichtet.
Nun bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiterentwickeln wird, und wie die Bürger in Weilheim auf diese politischen Manöver reagieren. Der Blick auf die künftige Entwicklung ist angesichts der Proteste und der getroffenen Entscheidung des Landratsamtes besonders spannend.
Radio Oberland und Allgäuer Zeitung berichten umfassend über die Geschehnisse in Weilheim.