Innovative Betriebe in Sindelsdorf: Tradition trifft auf Nachhaltigkeit!

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Landrätin Jochner-Weiß besuchte innovative Unternehmen in Sindelsdorf und betonte den Mittelstandswert für die Region.

Landrätin Jochner-Weiß besuchte innovative Unternehmen in Sindelsdorf und betonte den Mittelstandswert für die Region.
Landrätin Jochner-Weiß besuchte innovative Unternehmen in Sindelsdorf und betonte den Mittelstandswert für die Region.

Innovative Betriebe in Sindelsdorf: Tradition trifft auf Nachhaltigkeit!

Am 28. Oktober 2025 besuchte Landrätin Andrea Jochner-Weiß zwei bemerkenswerte Unternehmen in Sindelsdorf: die Off-Mühle und den Gasthof zur Post. Bei ihrer Tour wurde sie von Bürgermeister Andreas Obermaier, Wirtschaftsreferentin Simone Adelwart und Magdalena Schnitzler von der Wirtschaftsförderung des Landkreises begleitet.

Die Off-Mühle genießt einen ausgezeichneten Ruf weit über die Landkreisgrenzen hinaus. Hier wird eine hochqualitative Palette von Mehlprodukten angeboten, die alte Tradition und moderne Technik perfekt vereint. Die Mühle beschäftigt 16 Mitarbeiter, darunter Martin, Veronika und den Junior, Lukas Sonner, während Seniorchef Karl Off mit 88 Jahren noch aktiv im Betrieb arbeitet. Zudem wird der Betrieb durch eine eigene Energieversorgung mit Wasserkraft sowie einer 120 kWp-Photovoltaikanlage und einem 200 kWh-Batteriespeicher unterstützt, mit dem ehrgeizigen Ziel, CO2-neutral zu werden.

Gasthof zur Post: Tradition trifft Innovation

Der Gasthof zur Post hat eine noch längere Geschichte, denn er besteht bereits seit über 600 Jahren und gehört seit 1476 zum Kloster Benediktbeuern. Die Familie Burger führt den Gasthof seit etwa 100 Jahren, wobei Katrin Burger seit Dezember 2021 die Geschäfte von ihren Eltern Georg und Gertrud Burger übernommen hat. Gertrud Burger ist besonders bekannt für die hohe Qualität der bayerischen Wirtshausküche, die nach wie vor ein wichtiges Standbein des Betriebs darstellt.

Neues bringt die Umwandlung der Gästezimmervermietung in ein modernes Boardingkonzept mit 21 möblierten Appartements. Auch hier ist die Energiewende ein großes Thema: Der Gasthof hat eine 50 kWp-Vollphotovoltaikanlage installiert, die bereits 65% des Strombedarfs deckt. Zukünftig plant die Familie, eine Kraft-Wärme-Kopplung mit Restholz aus den eigenen Wäldern einzurichten, um die vollständige Energieversorgung sicherzustellen. Zudem wird auch ein lokales Nahwärmenetz in Zusammenarbeit mit Markus Adelwart angestrebt.

Wirtschaftliche Perspektiven durch grüne Technologien

Die Innovationsfreude der Firmeninhaber fand großen Anklang bei Jochner-Weiß, die den stetigen Einsatz für Qualität und Nachhaltigkeit lobte. Auch der Wert des Handwerks und des Mittelstands für die regionale Wirtschaft wurde hervorgehoben. Dies bestätigt auch eine aktuelle Analyse: Solaranlagen und E-Mobilität versprechen hohe Einsparpotenziale für Betriebe jeder Größe, die sich überraschend schnell rentieren.

Der Trend zur Dekarbonisierung wird auch vom Bund unterstützt. Wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz mitteilt, wurde die neue Förderrichtlinie „Bundesförderung Industrie und Klimaschutz“ veröffentlicht, die spezielle Projekte im Bereich Dekarbonisierung fördern will. Mit einem Fördervolumen von circa 3,3 Milliarden Euro bis 2030 wird mittelständischen Unternehmen die Möglichkeit geboten, ihre CO2-Emissionen signifikant zu senken.

Insgesamt zeigt sich, dass sowohl die Off-Mühle als auch der Gasthof zur Post exemplarisch für den erfolgreichen Mittelstand stehen, der Tradition und Innovation kombinieren kann. So wird nicht nur die lokale Wirtschaft gestärkt, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur Zukunftsfähigkeit des Landkreis geleistet.