Bei der Wahl zum 21. Deutschen Bundestag am 23. Februar 2025, die auf die gescheiterte Vertrauensfrage von Olaf Scholz (SPD) folgte, gab es eine hohe Wahlbeteiligung von 82,5% – die höchste im wiedervereinigten Deutschland. Laut einem Bericht von Wikipedia lag dies um 6,2 Prozentpunkte über der Wahlbeteiligung von 2021. Für die Wahl waren 60,5 Millionen Wähler:innen registriert, was einen Rückgang im Vergleich zur vorherigen Wahl darstellt.

Die Ergebnisse der Wahl zeigen eine klare Verschiebung im politischen Landschaftsbild. Mit 22,55% der Stimmen konnte die CDU 164 Sitze (ein Plus von 12) im neuen Bundestag für sich sichern. Die AfD zeigte sich als starke Kraft und bekam 20,80% der Stimmen, was zu 152 Sitzen und einem Zuwachs von 69 Sitzen führte. Besonders bemerkenswert ist der Rückgang der SPD, die nur 16,41% der Stimmen erhielt und damit auf 120 Sitze fiel – der schlechteste Wert seit 1887.

Wahlergebnisse im Detail

Hier sind die Ergebnisse der wichtigsten Parteien:

Partei Wahlanteil Sitze im Bundestag
CDU 22,55% 164
AfD 20,80% 152
SPD 16,41% 120
Die Grünen 11,61% 85
Die Linke 8,77% 64
CSU 5,97% 44
FDP 4,33% 0
Andere Parteien 13,7% 0

Besonders auffällig ist das Ergebnis der FDP, die zum zweiten Mal in Folge nicht in den Bundestag einzieht, und die Linke, die ihre Stimmenanteile um 4,9% steigern konnte. Auch die Sahra Wagenknecht Alliance scheiterte mit 4,98% an der Fünf-Prozent-Hürde.

Ein Blick auf die Bundesländer

Die Wahlrechtsreform von 2023 hat auch die Sitzverteilung im Bundestag verändert, da Überhangmandate nun abgeschafft wurden. Insgesamt gibt es im neuen Bundestag 630 Mitglieder, die durch das Sainte-Laguë-Verfahren aufgestellt wurden. Die konstituierende Sitzung fand am 25. März 2025 statt, und Julia Klöckner wurde zur Bundestagspräsidentin gewählt.

In Bayern waren 52,2% der Wähler:innen Briefwähler, der höchste Anteil im Vergleich zu anderen Bundesländern. Im Osten hingegen fiel dieser Anteil nur auf 25,6% in Thüringen. Die Wahl war geprägt von Diskussionen über Migration und dem Einfluss ausländischer Akteure, was in Berichten über Desinformationskampagnen zur politischen Stimmung Ausdruck fand.

Mit den Stimmen der Union, SPD und Grünen hat die neue Koalition keine Zweidrittelmehrheit mehr. Am 6. Mai 2025 wurde Friedrich Merz (CDU) zum neuen Bundeskanzler gewählt und die Koalitionsverhandlungen begannen rasch nach der Wahl.

Das endgültige Wahlergebnis ist auf der Webseite der Bundeswahlleiterin verfügbar und spiegelt eine spannende Zeit in der deutschen Politik wider, in der ein Umdenken und neue Allianzen erforderlich sein werden.