Am 24. März 2026 ist es in Bayern zu spannenden Änderungen in der politischen Landschaft gekommen. Im Landkreis Ostallgäu wurde Bernd Stapfner von den Freien Wählern zum neuen Landrat gewählt. Er konnte sich in der Stichwahl mit 52,4 Prozent der Stimmen gegen Andreas Bauer von der CSU durchsetzen. Stapfner, der zuvor stellvertretender Leiter der Grenzpolizeiinspektion am Allgäu Airport war, hatte im Frühsommer 2022 die CSU verlassen und gab sein Amt in Wiedergeltingen auf, um für die Freien Wähler zu kandidieren. Ab dem 1. Mai plant er, ein Landrat „der offenen Türen“ zu sein, was auf eine bürgernahe Politik hindeutet. Mehr Details zu dieser Wahl finden sich in einem Artikel der Augsburger Allgemeinen.
Im benachbarten Landkreis Landsberg am Lech wurde Daniela Groß von den Grünen zur neuen Landrätin gewählt. Mit 61,5 Prozent der Stimmen setzte sie sich erfolgreich gegen den Amtsinhaber Thomas Eichinger von der CSU durch. Eichinger hatte im ersten Wahlgang noch knapp vorne gelegen, doch in der Stichwahl konnten viele Stimmen von den Kandidaten der AfD und Bayernpartei zur Neuverteilung beitragen. Groß, die 37 Jahre alt ist und als Verwaltungswirtin tätig war, äußerte sich erfreut über ihren Wahlsieg und bemerkte, dass ein Wechsel gewünscht war. Zudem ist sie die erste und einzige grüne Landrätin in Bayern, was ihre Wahl zu einem bedeutenden Schritt in der bayerischen Kommunalpolitik macht. Auch hierzu bietet die Süddeutsche Zeitung umfassende Informationen.
Ein Blick auf die Hintergründe
Die Wahl von Groß wird auch durch die Debatte um ein neues Landratsamt beeinflusst, das durch einen Bürgerentscheid abgelehnt wurde. Ihre Erfahrung als Stadt- und Kreisrätin sowie die Unterstützung von Mandatsträgern aus dem konservativen Spektrum könnten ihr dabei geholfen haben, die Wähler zu überzeugen. In der politischen Landschaft Bayerns sind solche Wechsel nicht unüblich, besonders wenn sich die Bedürfnisse der Wählerschaft ändern. Dies zeigt sich auch in anderen Regionen, wie in Rosenheim, wo die CSU das Rathaus verlor und der SPD-Kandidat Abuzar Erdogan den amtierenden Oberbürgermeister Andreas März besiegte.
Die Wahlresultate sind in den Städten und Gemeinden selbst zu finden, wobei die Darstellung den Vorgaben des Landesamtes für Statistik folgt. Die genauen Zahlen und Ergebnisse werden dem Wahlvorschlag zugeordnet, wobei verschiedene Parteien und Wählervereinigungen berücksichtigt werden. Für die kommenden Jahre wird es spannend sein zu beobachten, welche politischen Impulse die neuen Landräte setzen und welche Auswirkungen dies auf die regionale Entwicklung haben wird. Weitere Informationen zur Wahl und deren Kontext bieten die Berichterstattungen des BR24.



