Halt und Würde: Bad Wörishofen ehrt engagierte Hospizbegleiterin

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Entdecken Sie die wichtige Arbeit ehrenamtlicher Hospizbegleiter in Unterallgäu: Unterstützung und Liebe in der letzten Lebensphase.

Entdecken Sie die wichtige Arbeit ehrenamtlicher Hospizbegleiter in Unterallgäu: Unterstützung und Liebe in der letzten Lebensphase.
Entdecken Sie die wichtige Arbeit ehrenamtlicher Hospizbegleiter in Unterallgäu: Unterstützung und Liebe in der letzten Lebensphase.

Halt und Würde: Bad Wörishofen ehrt engagierte Hospizbegleiterin

Im Herzen des Unterallgäus engagieren sich zahlreiche Ehrenamtliche, um Sterbenden und deren Angehörigen Halt und Unterstützung zu bieten. Besonders hervorzuheben ist Walburga Raffler aus Bad Wörishofen, die seit 2006 im Sankt Elisabeth Hospizverein Memmingen-Unterallgäu wirkt. Sie bringt fast 20 Jahre Erfahrung im Umgang mit dem Thema Tod mit und beschreibt ihre Tätigkeit als Hospizbegleiterin als sehr erfüllend. Für ihr unermüdliches Engagement wurde sie sogar mit dem „Weißen Engel“ der bayerischen Staatsregierung ausgezeichnet, wie Augsburger Allgemeine berichtet.

Aber was steht eigentlich hinter der Arbeit von Hospizdiensten? Sie haben das Ziel, die Lebensqualität der Betroffenen in der letzten Lebensphase zu verbessern und Angehörige zu unterstützen. Die Johanniter, die bundesweit 28 ambulante Hospiz- und Familienbegleitdienste betreiben, betonen, dass die Begleitung in der vertrauten häuslichen Umgebung der Sterbenden erfolgt. Hierbei stehen die Bedürfnisse des sterbenden Menschen im Mittelpunkt – egal, welcher Konfession oder Glaubensrichtung er angehört. Sie bieten nicht nur seelsorgerische Begleitung, sondern auch die Vermittlung von Pflegefachkräften und Ärzten an, um eine umfassende Versorgung zu gewährleisten (Johanniter).

Ehrenamtliches Engagement: Ein Herz für betroffene Menschen

Ein weiteres schönes Beispiel für ehrenamtliches Engagement im Hospizdienst ist Eva, die seit zweieinhalb Jahren in einem ambulanten Hospizdienst tätig ist. Sie besucht regelmäßig einen älteren Herrn namens Peter, wobei die beiden schnell eine persönliche Verbindung aufgebaut haben. Ihre Treffen, die meist am Küchentisch stattfinden, bieten Gelegenheit, über vergangene Ereignisse zu plaudern oder einfach nur gemeinsame Zeit zu verbringen. Eva hilft Peter sogar bei technischen Fragen, wie dem Übertragen von Fotos auf den Computer. Was für Eva kleine Aufgaben sind, stellt für Peter eine große Erleichterung dar, denn der ambulante Hospizdienst hat das Ziel, Betroffene und deren Angehörige in einer schweren Zeit zu unterstützen und zu beraten (Malteser).

Die Rolle der Ehrenamtlichen ist dabei von entscheidender Bedeutung. Über 300 freiwillige Lebens- und Sterbebegleitende engagieren sich beispielsweise in der Hospizarbeit der Johanniter. Diese Ehrenamtlichen werden speziell geschult, um empathisch begleiten zu können und nicht nur den Sterbenden, sondern auch deren Angehörigen zur Seite zu stehen. Sie helfen nicht zuletzt bei der Erstellung von Patientenverfügungen und bieten so eine wertvolle Unterstützung in einer oft sehr emotionalen Zeit.

Ein wichtiger Rückhalt in schweren Zeiten

In den sieben stationären Hospizen, darunter auch ein Kinderhospiz, wird eine palliativmedizinische Versorgung in einer sicheren Atmosphäre gewährleistet. Die Möglichkeit für Angehörige, in Gästezimmern zu übernachten oder an Gesprächskreisen teilzunehmen, trägt dazu bei, den Abschied leichter zu gestalten. In dieser Zeit der Trauer und des Abschieds ist es besonders wichtig, dass sowohl die Sterbenden als auch ihre Angehörigen einen verlässlichen Rückhalt erhalten.

Ob im ambulanten Dienst oder in stationären Einrichtungen – die wertvolle Arbeit der Hospizdienste und ihrer Ehrenamtlichen ist unverzichtbar. Sie leisten einen unschätzbaren Beitrag, den Abschied für viele Menschen menschlich und mit Würde zu gestalten.