In der heutigen Zeit sind Notfälle bei Kindern ein sensibles und oft auch beängstigendes Thema für (werdende) Eltern und Großeltern. Um in solchen Situationen sicher zu reagieren und Ängste abzubauen, bietet das Gesundheitsamt Traunstein eine wertvolle Veranstaltung an. Diese richtet sich speziell an Eltern und Großeltern und umfasst zwei Termine, die sich mit typischen Kindernotfällen befassen. Der erste Termin behandelt theoretische Aspekte zu Fieberkrämpfen, Pseudokrupp-Anfällen und weiteren Notfällen, während der zweite Termin sich auf praktische Übungen zur Wiederbelebung von Säuglingen sowie zur Fremdkörperentfernung bei Verschlucken konzentriert. Referent dieser praxisnahen Schulung ist Uwe Tränkler, ein erfahrener Kinderarzt und Notarzt. Wichtig ist, dass die Teilnahme an beiden Terminen erforderlich ist, um das nötige Wissen zu erlangen.
Die Veranstaltung findet im Raum U22 des Gesundheitsamtes Traunstein, Herzog-Friedrich-Straße 6, 83278 Traunstein, statt. Die Anmeldung ist bis zum 16.02.2026 unter eltern-werkstatt@traunstein.bayern erforderlich. Diese Initiative ist ein wichtiger Schritt, um Eltern und Betreuungspersonal auf Notfallsituationen vorzubereiten und ihnen das nötige Selbstvertrauen zu geben, um im Ernstfall richtig zu handeln. Weitere Informationen zu ähnlichen Kursen bieten auch die Johanniter, die spezielle Erste-Hilfe-Kurse für Babys und Kinder anbieten, um praxisnahe Übungen und theoretisches Wissen zu vermitteln. Diese Kurse sind darauf ausgelegt, Ängste abzubauen und die Sicherheit in Notfallsituationen zu erhöhen.
Inhalte und Zielgruppen der Erste-Hilfe-Kurse
Die Erste-Hilfe-Kurse der Johanniter richten sich an eine breite Zielgruppe: Eltern, Großeltern, Babysitter und Tageseltern sind herzlich eingeladen, an diesen Seminaren teilzunehmen. Die Kurse vermitteln nicht nur theoretische Grundlagen zu Notfallsituationen und Gefahrenquellen, sondern auch praktische Übungen zur Beatmung und Wiederbelebung. Zu den gefürchteten Gefahrenquellen bei kleinen Kindern zählen das Verschlucken von Gegenständen, Atemstörungen, Stürze und Vergiftungen. Daher ist es von großer Bedeutung, dass Eltern und Betreuungspersonal wissen, wie sie im Notfall richtig handeln können.
Die Kursinhalte umfassen beispielsweise Maßnahmen bei Fieberkrämpfen, den Umgang mit Vergiftungen sowie präventive Tipps zur Gestaltung der Umgebung und der Hausapotheke. Der Kurs kostet etwa 65 Euro pro Person, wobei die Preise je nach Regionalverband variieren können. Am Ende des Kurses erhalten die Teilnehmer eine Teilnahmebescheinigung, die ihre neu erlernten Fähigkeiten dokumentiert. Es wird empfohlen, alle zwei bis drei Jahre einen solchen Kurs zu besuchen, um die Kenntnisse aktuell zu halten.
Die Bedeutung von Erste-Hilfe-Kursen für Kinder
Unfälle bei Kindern sind häufig und oft unvermeidlich. Während kleinere Verletzungen, wie Schürfwunden am Knie, meistens nur ein Pflaster benötigen, erfordern schwerere Verletzungen wie Kopfverletzungen, Knochenbrüche oder Vergiftungen schnelles Handeln. Erste-Hilfe-Kurse, wie die von den Maltesern angeboten werden, sind darauf ausgelegt, genau auf solche Notfälle vorbereitet zu sein. Sie vermitteln wichtige Inhalte zur Verhinderung von Unfällen sowie zur Ausrüstung der Hausapotheke und zur sicheren Gestaltung des Haushalts.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Erkennen von Notfallsituationen und der Schwere eines Vorfalls bei Säuglingen und Kindern. Die Kurse bieten auch spezifische Schulungen zur Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW) für Säuglinge und Kleinkinder sowie Maßnahmen bei Atemstörungen, Bewusstlosigkeit und Allergien. Diese Kurse sind auf die Bedürfnisse (werdender) Eltern, Großeltern und Betreuungspersonal zugeschnitten und bieten eine wertvolle Möglichkeit, um Sicherheit zu gewinnen und gut vorbereitet zu sein.
Für weitere Informationen über Erste-Hilfe-Kurse für Kinder empfiehlt sich ein Blick auf die Angebote der Johanniter sowie der Malteser. Dort finden Interessierte umfassende Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung.



