Der Frühling steht vor der Tür und mit ihm die Möglichkeit, die Natur wieder aktiv zu erleben. In Traunstein wird am Samstag, den 28. März, eine spannende Bärlauch-Führung angeboten, die nicht nur lehrreich ist, sondern auch die Sinne anspricht. Unter der Leitung der erfahrenen Kräuterpädagogin Daniela Spies können Interessierte von 14 Uhr bis 16 Uhr in die Welt des Bärlauchs eintauchen. Treffpunkt ist der Parkplatz am Freibad Traunstein in der Daxerau.
Die Veranstaltung dauert zwei Stunden und bietet eine Vielzahl von Aktivitäten. Neben dem Sammeln von frischem Bärlauch lernen die Teilnehmer, wie sie die Pflanze von giftigen Doppelgängern unterscheiden können. Die Führung beinhaltet auch eine Vorstellung anderer Wildkräuter und die Möglichkeit, einige der gesammelten Schätze zu probieren. Die Kosten für die Teilnahme betragen 12 Euro pro Person, ermäßigt 6 Euro für Schulkinder, Studierende und Personen mit Schwerbehinderung. Eine Anmeldung ist erforderlich, entweder online unter www.traunstein.de/stadtfuehrungen oder in der Tourist-Information im Rathaus.
Die Vielfalt des Bärlauchs
Bärlauch, auch als „wilder Knoblauch“ bekannt, erfreut sich in der Frühjahrsküche immer größerer Beliebtheit. Mit seinem frisch-scharfen und intensiv knoblauchartigen Geschmack übertrifft er oft das Aroma der kultivierten Knoblauchpflanze. Es ist nicht nur ein Genussmittel, sondern auch ein exzellentes Wildgemüse, das in verschiedenen Gerichten verwendet werden kann. Besonders die Blätter, die zwischen März und April geerntet werden, sind vielseitig einsetzbar – sei es in Pesto, Kräuterbutter, Salaten oder einfach auf dem Brot.
Doch Bärlauch hat auch seine weniger bekannten Seiten. Vor allem die Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen wie Maiglöckchen und Herbstzeitlose stellt ein ernstes Problem dar. Jährlich kommt es zu Vergiftungen, weil Bärlauch nicht sicher von seinen Doppelgängern unterschieden wird. Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal ist der Geruch: Bärlauch riecht intensiv nach Knoblauch, während Maiglöckchen und Herbstzeitlose geruchlos sind. Zudem haben die Blätter des Bärlauchs eine matte Unterseite und sind weniger fest als die der Maiglöckchen. Es ist unerlässlich, bei der Ernte vorsichtig zu sein und nur Wildkräuter zu sammeln, die zu 100 % sicher bestimmt werden können.
Sicherheitsmaßnahmen und Zubereitungstipps
Die Sicherheit beim Sammeln und Verzehr von Bärlauch sollte immer an erster Stelle stehen. Es ist ratsam, die Blätter gründlich zu waschen und sie nicht zu erhitzen, da dies die Aromastoffe verflüchtigen kann. Bärlauch sollte immer erst zum Schluss an warme Speisen gegeben werden, um seinen vollen Geschmack zu entfalten. Bei Vergiftungserscheinungen nach dem Verzehr ist es wichtig, sofort einen Arzt aufzusuchen.
Besonders in Auwäldern und an schattigen, feuchten Standorten wächst der Bärlauch prächtig. Die Zeit für die Ernte ist jetzt, und die Bärlauch-Führung in Traunstein bietet die perfekte Gelegenheit, nicht nur das Sammeln zu erlernen, sondern auch die vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten dieser wunderbaren Pflanze zu entdecken. Die Teilnahme ist nicht nur eine willkommene Abwechslung, sondern auch eine Möglichkeit, die Natur bewusster zu erleben und zu schätzen.



