In der besinnlichen Zeit rund um Weihnachten hat das Landratsamt Tirschenreuth einmal mehr seine Solidarität mit den Menschen in der Region bewiesen. Im Rahmen der diesjährigen Weihnachtsfeier wurden stolze 1.200 Euro für das Hospiz Sankt Felix gesammelt. Diese Summe wird gezielt eingesetzt, um zusätzliche Angebote zu schaffen, die über die reguläre Pflege hinausgehen und sowohl den Gästen als auch ihren Angehörigen zugutekommen.

Landrat Roland Grillmeier übergab die Spende kurz vor den Feiertagen im Landratsamt. Bei dieser Gelegenheit erinnerte er daran, wie wichtig es ist, schwerkranken Menschen sowie deren Familien Unterstützung zukommen zu lassen. „Wir möchten, dass sie in diesen schwierigen Zeiten einige wertvolle Momente der Entlastung und Nähe erleben,“ so Grillmeier.

Pflege mit Herz und Verstand

Das Hospiz Sankt Felix hat sich zum Ziel gesetzt, Menschen und deren Angehörige auf ihrem letzten Lebensweg ganzheitlich zu begleiten. Dieses Engagement wird von einem Team aus erfahrenen Pflegefachpersonen, qualifizierten Hospizbegleitern, Hausärzten und Therapeuten getragen. „Unser oberstes Ziel ist die Erhaltung der bestmöglichen Lebensqualität und die Versorgung in Würde“, erklärt Susanne Wagner, Vertreterin des Hospizes.

Das Hospiz bietet einen Ort der Geborgenheit, sei es im eigenen Zuhause oder in der Einrichtung selbst. Es ist ein Raum für Nöte und Ängste, in dem individuelle medizinische und pflegerische Versorgung nach den Bedürfnissen des Einzelnen erfolgt. Diese Dienstleistungen sind für die Gäste kostenfrei und werden hauptsächlich durch Spenden finanziert.

Zusätzliche Angebote für ein besseres Leben

Dank der Spende können im Hospiz auch therapeutische Maßnahmen wie Entspannungs- und Atemtherapien sowie Aromatherapien angeboten werden. Diese Zusatzangebote betreffen nicht nur die körperliche, sondern auch die geistige und seelische Gesundheit der Gäste, wobei die Schaffung wertvoller Erinnerungen eine zentrale Rolle spielt.

Im Kontext der Palliativversorgung ist es interessant zu wissen, dass in Deutschland rund 270 stationäre Hospize zur Verfügung stehen und dass es auch etwa 1.500 ambulante Hospizdienste gibt. Diese unterstützen Schwerstkranke und ihre Familien meist mit ehrenamtlichen Kräften. Informationen darüber gibt es auch im Wegweiser Hospiz- und Palliativversorgung Deutschland, der über 3.000 Adressen von Hospiz- und Palliativ-Angeboten bereitstellt.

Mit immer mehr gesetzlicher Förderung und der Erweiterung der Angebote in der Hospizarbeit können sich Menschen in schwierigen Zeiten auf die notwendige Unterstützung verlassen. Es ist eine beruhigende Gewissheit, dass auch in unserer Region Menschen bereit sind, sich um die Belange derer zu kümmern, die es am meisten benötigen.