Am Samstag war in der Kreisliga Straubing nur eine Partie angesetzt, und die hatte es in sich. Der TSV Regen trat gegen den TSV Lindberg an und musste sich vor 550 Zuschauern mit 0:3 geschlagen geben. Ein Ergebnis, das die Fußballfans in der Region wohl noch lange diskutieren werden. Die erste Halbzeit verlief eher ausgeglichen, wobei Lindberg zwar mehr Ballbesitz hatte, der TSV Regen jedoch zwei klare Chancen ungenutzt ließ. Ein klassisches Beispiel dafür, dass man die Dinger reinmachen muss, wenn man gewinnen will.

In der 52. Minute war es dann Armando Schreder, der mit einem Schlenzer aus 30 Metern das 0:1 für Lindberg erzielte. Ein Tor, das nicht nur für Jubel bei den Lindberger Anhängern sorgte, sondern auch für Frust beim TSV Regen, der nach dem Seitenwechsel zwar mehr Engagement zeigte, aber immer wieder Fehler im Aufbauspiel hatte. In der 88. Minute kam es dann zu einem strittigen Moment: Lindbergs Torwart foulte Julian Ertl im 5-Meter-Raum, doch Schiedsrichter Leo Wimmer entschied auf Weiterspielen. Die Spieler des TSV Regen waren mit der Entscheidung sichtlich unzufrieden.

Nachspielzeit mit Doppelschlag

In der Nachspielzeit ließ Lindberg dann keinen Zweifel mehr am Ausgang der Partie. Mit zwei weiteren Toren durch Reinhard und Martin Schreder in der 90.+1 und 90.+3 Minute stellten sie den Endstand von 0:3 her. Ein bitteres Ende für den TSV Regen, der nach dem Abstieg aus der Bezirksliga vor einem Jahr nun wieder im Aufstiegsrennen ist. Sportlicher Leiter Daniel Kopp spricht von einer Konsolidierung des Teams und sieht durchaus Aufstiegschancen. Doch nach dieser Niederlage wird es nicht leichter, vor allem wenn man bedenkt, dass die Konkurrenz in der Liga stark ist.

Wie die aktuelle Tabelle zeigt, ist der TSV Regen nicht allein in dem Kampf um die oberen Plätze. Teams wie die Spvgg Osterhofen und der SV Neuhausen-Offenberg sind ebenfalls auf dem Vormarsch. Osterhofen hat einen beachtlichen Vorsprung auf den Relegationsplatz und könnte bald den Sprung zurück auf die Bezirksebene schaffen. Neuhausen-Offenberg hingegen wechselt zwischen Aufstiegs- und Abstiegskampf und hat gute Chancen auf eine Relegation zur Bezirksliga.

Die Konkurrenz schläft nicht

Ein weiterer ernstzunehmender Konkurrent ist der SC Zwiesel, der traditionell zu den Favoriten zählt und nach zehn Jahren wieder auf die überregionale Bühne zurück möchte. Auf der anderen Seite gibt es auch Mannschaften wie den 1.FC Viechtach, die nach einer starken letzten Saison aktuell schwächeln und mit nur 12 Punkten im Tabellenkeller stehen. Die Abstiegskandidaten sind also zahlreich, und der Kampf um den Klassenerhalt wird bis zur letzten Minute spannend bleiben.

Das Fußballjahr in der Kreisliga Straubing verspricht also, auch weiterhin ein heißes Pflaster zu bleiben. Die Teams müssen sich sowohl auf sportlicher Ebene als auch in ihrer Teamharmonie beweisen, um in dieser hart umkämpften Liga bestehen zu können. Ob der TSV Regen die Kurve kriegt und die Fehler aus der Partie gegen Lindberg ablegt, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Die Winterpause naht, und die Spieler sowie Verantwortlichen haben unterschiedliche Meinungen dazu, wie es weitergehen soll. Fest steht: Die nächsten Spiele werden entscheidend für die Richtung, in die es für die Teams geht, sein.