Ein wichtiger Schritt für die frühzeitige Erkennung von Brustkrebs wird am Montag, den 5. Januar, in Straubing eingeleitet. Das Mammographie-Screening Niederbayern nimmt seine Arbeit auf und bietet Frauen im Alter von 50 bis 75 Jahren die Möglichkeit, sich regelmäßig untersuchen zu lassen. Laut Regio Aktuell sind die Screening-Termine von Montag bis Freitag zwischen 7 und 12 Uhr verfügbar. Ausnahmen sind der 9. Januar und 16. Januar, an denen kein Screening stattfinden wird.

Was erwartet die Frauen während eines Termins? Der gesamte Ablauf inklusive Anmeldung und Umkleiden dauert etwa 30 Minuten. Neben den eingeladenen Frauen, die alle zwei Jahre einen schriftlichen Terminvorschlag erhalten, können auch Frauen ohne Einladung einen Termin vereinbaren. Das Terminmanagement ist unkompliziert: Wer seinen Termin nicht wahrnehmen kann, erreicht die zentrale Koordination unter 089 – 54546 40 200 oder nutzt den Online-Zugang auf www.ZentraleStelle-Bayern.de, der mit den Einladungsunterlagen bereitgestellt wird.

Zielgerichtete Früherkennung

Warum ist das Mammographie-Screening so bedeutend? Laut Angaben des Bundesamtes für Strahlenschutz ist Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung bei Frauen in Deutschland. Im Jahr 2022 wurden rund 74.500 Neuerkrankungen registriert, mit etwa 6.000 Diagnosen von in situ-Tumoren. Die rechtzeitige Erkennung erhöht die Heilungschancen erheblich, und die Röntgen-Mammographie gilt als die effektivste Methode zur Früherkennung für Frauen ab den Wechseljahren.

Das Mammographie-Screening-Programm ist qualitätsgesichert und setzt auf die unabhängige Beurteilung der Röntgenaufnahmen durch zwei Ärzte. Diese Maßnahmen gewährleisten, dass die Diagnosen fortlaufend kontrolliert werden. Bei Verdacht auf Brustkrebs oder bestehende Symptome stehen den Frauen auch Mammographien im Rahmen der allgemeinen Gesundheitsversorgung zur Verfügung.

Studien belegen Erfolg des Screenings

Weitere Informationen aus einer Studie des Bundesgesundheitsministeriums zeigen, dass durch das Screening die Brustkrebssterblichkeit um 20 bis 30 Prozent gesenkt werden kann. Die umfassenden Forschungsarbeiten, die von namhaften Institutionen wie der Universität Münster durchgeführt wurden, belegen der Bedeutung eines qualitätsgesicherten Programms. Die Finanzierung der Untersuchung betrug etwa 10 Millionen Euro und wurde von verschiedenen Ministerien gemeinsam getragen.

Ab Juli 2024 wird die Altersgrenze zur Teilnahme am Screening auf 75 Jahre angehoben. Frauen ab 45 Jahren können sich hoffentlich künftig auch auf eine Ausweitung des Programms freuen. Wer die Gelegenheit zur Teilnahme am Screening hat, sollte diese nutzen, denn bei der Bekämpfung des Brustkrebses gilt: Je früher, desto besser!