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Ein elfjähriger Ski-Anfänger aus Straubing hat am Wochenende im beliebten Skigebiet Hochficht in Oberösterreich schwere Verletzungen im Gesicht erlitten. Der Vorfall ereignete sich am Samstag, als der Junge mit seiner 32-jährigen deutschen Skilehrerin unterwegs war. Auf der Reischlberg-Abfahrt geriet er in den Tiefschnee am Pistenrand, verlor die Kontrolle und prallte gegen einen Holzzaun. Laut Wochenblatt erlitt er vermutlich einen schweren Nasenbeinbruch.

Das Pistenpersonal reagierte rasch und brachte den verletzten Jungen mit einem Skidoo ins Tal. Nach der medizinischen Erstversorgung wurde er in ein Krankenhaus in Deutschland transportiert. Solche Unfälle sind leider keine Seltenheit. Nur einen Tag später, am Sonntag, ereigneten sich zwei weitere Skiunfälle im selben Gebiet. Ein 18-jähriger Snowboarder aus Tschechien kollidierte mit einem anderen Wintersportler, wobei er Verletzungen im Gesicht davontrug. Der Unfallgegner beging Fahrerflucht, berichtet Puls24.

Hohe Verletzungsrate im Skisport

Wie die Unfallanalyse der Stiftung Sicherheit im Skisport zeigt, gibt es einen alarmierenden Anstieg der Verletzungen im alpinen Skisport, insbesondere nach den Pandemiejahren. Schätzungen zufolge benötigten in der Saison 2023/2024 etwa 46.000 bis 48.000 Skifahrerinnen und Skifahrer medizinische Behandlung, wobei rund 7.000 von ihnen so schwer verletzt wurden, dass eine stationäre Behandlung notwendig war. Nahezu die Hälfte dieser Verletzten musste operiert werden. Die häufigsten Verletzungen betreffen das Kniegelenk, gefolgt von Schulter- und Kopfverletzungen. Kollisionen, wie sie auch am Hochficht geschehen sind, machen etwa ein Fünftel aller Unfälle aus, wie die Sicherheitsseite beschreibt.

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Für Skifahrer und Snowboarder gilt es, besonders auf die eigene Sicherheit zu achten. Gebrauch von gewarteten Ski und korrekten Bindungen sowie das Tragen von Helmen sind unabdingbar. Körperliche Vorbereitung und das Einhalten der FIS-Verhaltensregeln können das Verletzungsrisiko deutlich senken. In diesem Zusammenhang hebt die SIS hervor, dass gute Vorbereitung, achtsames Verhalten auf der Piste und das Einhalten von Markierungen entscheidend sind. Diese Maßnahmen können helfen, Unfälle zu vermeiden und die eigene Sicherheit zu gewährleisten.

Angesichts der jüngsten Vorfälle am Hochficht ist es immer wieder wichtig, sich der Risiken bewusst zu sein und unter den gegebenen Bedingungen sicher zu fahren. Nur so können wir das wunderschöne Erlebnis Wintersport ohne böse Überraschungen genießen.