Silvester-Drama in Starnberg: 14-Jähriger verletzt sich beim Feuerwerk

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In Starnberg verletzte ein 14-Jähriger sich an Silvester schwer beim unsachgemäßen Umgang mit Feuerwerk. Konsequenzen folgen.

In Starnberg verletzte ein 14-Jähriger sich an Silvester schwer beim unsachgemäßen Umgang mit Feuerwerk. Konsequenzen folgen.
In Starnberg verletzte ein 14-Jähriger sich an Silvester schwer beim unsachgemäßen Umgang mit Feuerwerk. Konsequenzen folgen.

Silvester-Drama in Starnberg: 14-Jähriger verletzt sich beim Feuerwerk

In der Silvesternacht hat ein tragischer Vorfall für Aufregung in Starnberg gesorgt. Ein 14-Jähriger wurde an der Seepromenade verletzt, nachdem er eine Feuerwerksrakete gezündet hatte, die ihm von Familienangehörigen übergeben worden war. Diese Rakete hätte jedoch nur von Erwachsenen erworben und entzündet werden dürfen. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, versuchte der Junge, die Rakete aus der Hand zu zünden, was zu einer Explosion führte und ihm mittelschwere Verletzungen an beiden Händen einbrachte.

Die Verletzungen des Jugendlichen waren nicht ohne Folgen; er erlitt offene Wunden sowie Verbrennungen und musste nach der Erstversorgung durch den Notarzt in eine Klinik gebracht werden. Die Einsatzkräfte standen dabei vor einer zusätzlichen Herausforderung, da der Rettungsweg durch falsch parkende Fahrzeuge blockiert war. Die Polizei hat bereits angekündigt, künftig konsequent gegen Parkverstöße vorzugehen.

Unfälle und Ausschreitungen zur Silvesternacht

Doch der Vorfall in Starnberg ist nicht der einzige, der die Sicherheitslage an Silvester beunruhigt. In Deutschland feierten Millionen Menschen den Jahreswechsel, aber in vielen Städten kam es zu Unfällen, Ausschreitungen und sogar Todesfällen. Zwei 18-Jährige verloren in Bielefeld ihr Leben, nachdem sie mit selbstgebauter Pyrotechnik tödliche Verletzungen erlitten hatten. Ebenso wurde ein 23-Jähriger in der Nähe von Rostock schwer verletzt, nachdem ein Böller explodierte und ihm die linke Hand abgerissen wurde. In Leipzig zog sich ein 16-jähriges Mädchen schwere Handverletzungen zu, als sie versuchte, einen nicht zugelassenen Silvesterböller zu entzünden. Diese Vorfälle werfen ein besorgniserregendes Licht auf den Umgang mit Privatfeuerwerk in Deutschland, wie auch Tagesschau berichtet.

In Berlin wurde die Lage besonders angespannt. Über 4.000 Polizisten waren im Einsatz, um die Ordnung zu wahren. Es gab zahlreiche Angriffe auf Einsatzkräfte, mehr als 420 Festnahmen und 30 verletzte Beamte. Der Innensenatorin Iris Spranger (SPD) zufolge sind Maßnahmen zur Gewaltprävention dringend erforderlich.

Ärzte warnen vor Gefahren

Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) hat anlässlich der Silvesternacht ihre Warnungen erneuert und betont, dass private Pyrotechnik ein hohes Gefahrenpotenzial birgt. Zum Jahreswechsel 2024/2025 wurden 905 feuerwerksbedingte Verletzungen dokumentiert – der höchste Wert, seit die Daten erfasst werden. Besonders betroffen sind häufig unbeteiligte Personen, darunter viele Kinder und Jugendliche. Ein Patient starb diesen Angaben zufolge an schweren Kopfverletzungen. Mehrere Ärzteverbände fordern ein Verbot von privatem Feuerwerk und unterstützen eine Petition, die an das Bundesinnenministerium übergeben wurde. Diese wurde von über 1,9 Millionen Menschen unterzeichnet, jedoch lehnt das Ministerium bislang ein bundesweites Verbot ab, wie Ärzteblatt berichtet.

Die Diskussion um die Sicherheitslage und die Gefahren von Feuerwerk gewinnt an Fahrt. Während der AOK-Bundesverband einen verantwortungsvollen Umgang mit Feuerwerk anmahnt, wünschen sich viele Bürger eine gesetzliche Regelung. Es wird deutlich, dass die Gefahren von privater Pyrotechnik nicht länger ignoriert werden können.