In Starnberg, Bayern, bleibt die Vermisstenfall von Anke Müller-Schmidt, einer 57-jährigen Altenpflegerin, rätselhaft. Seit dem 19. Dezember 2022 ist sie unauffindbar. Die letzte bestätigte Sichtung der Frau fand an diesem Tag in ihrer Wohnung durch ihren Sohn statt. Entgegen ihrer ursprünglichen Krankmeldung wollte sie am 20. Dezember wieder arbeiten, erschien jedoch nicht im Altenheim in Gauting, wo sie angestellt war. Ihr Arbeitgeber, Christoph Büchele, äußert sich besorgt über das plötzliche Verschwinden der beliebten und zuverlässigen Mitarbeiterin, die in der Gemeinde sehr geschätzt wird. Laut sueddeutsche.de gibt es bisher keine Anhaltspunkte für Suizid oder ein Gewaltverbrechen.

Die Ungewissheit über Ankes Verbleib belastet nicht nur ihre Kollegen, sondern auch die Bewohner des Mehrgenerationen-Campus. Für die Senioren im Altenheim sorgt das Bayerische Rote Kreuz, dass trotz der Abwesenheit von Müller-Schmidt alles im Griff hat. Die Polizei hat bereits eine Suchaktion organisiert, die in den umliegenden Waldgebieten stattfand. Diese verlief jedoch ohne Erfolg. Auch die Auswertung ihres Handys brachte keine neuen Erkenntnisse über ihren Aufenthaltsort.

Ein verzweifelter Aufruf nach Hinweisen

Die Kriminalpolizeiinspektion Fürstenfeldbruck hat die Ermittlungen übernommen. Dabei bitten die Ermittler um Hinweise zur Sichtung von Anke Müller-Schmidt. Die Frau wird als schlank, etwa 1,70 Meter groß, mit dunkelblondem langen Haar beschrieben. Eine aktuelle Fotografie der Vermissten wurde veröffentlicht. Wer etwas über ihren Verbleib oder mögliche Sichtungen weiß, kann sich unter der Telefonnummer 08141/612-0 melden.

Die Situation in Deutschland zeigt, dass Vermisstenfälle nicht unerheblich sind. Erst kürzlich wurde bekannt, dass zu Beginn des Jahres 2024 rund 9.832 Personen als vermisst gemeldet waren, wobei im Jahr 2022 etwa 104.000 Vermisstenmeldungen eingingen, was täglich zwischen 200 und 300 Meldungen entspricht. Focus berichtet, dass etwa die Hälfte der Vermisstenfälle binnen einer Woche geklärt wird, jedoch bleiben dennoch zahlreiche Schicksale ungeklärt.

Umso mehr hoffen Angehörige und Freunde von Anke Müller-Schmidt, dass sie bald wohlbehalten zurückkehren kann. Ihr Verschwinden bleibt nicht nur für die Familie und die Arbeitskollegen ein schwerer Schlag, sondern für die gesamte Gemeinde, die mit großer Besorgnis die Entwicklungen verfolgt. Jede Hilfe und jeder Hinweis könnte jetzt entscheidend sein.