Heute ist der 21.02.2026 und die politische Landschaft im Landkreis Starnberg ist in Bewegung. Am 20. Februar fand der Politische Aschermittwoch in Wörthsee statt, eine Veranstaltung, die in den letzten zwei Jahrzehnten zur Tradition geworden ist. Teilnehmer waren unter anderem der Landratskandidat Benjamin Barho und die Bürgermeisterkandidaten Sassa Bäumler, Severin Kistner, Anton Maier, Melanie Kude sowie die Landtags-Fraktionsvorsitzende der Grünen, Katharina Schulze. Die Veranstaltung füllte den Saal fast bis zum letzten Platz und bot Raum für politische Diskussionen und persönliche Erinnerungen.
Katharina Schulze erinnerte in ihrer Ansprache an ihre Schulzeit am Christoph-Probst-Gymnasium und betonte die Bedeutung der Demokratie. Dabei wurde auch eines tragischen Ereignisses gedacht: Ein achtjähriger Junge war an Faschingsdienstag in Starnberg bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Dieser Vorfall führte nicht nur zu einer Unterbrechung der Stadtratsarbeit und des Wahlkampfs, sondern auch zur Absage des Faschingskehraus in der Stadt. Der Lkw-Fahrer, der den Jungen erfasste, wird wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Dies zeigt, wie sehr solche Tragödien die Gemeinschaft berühren und in der politischen Diskurse präsent sind.
Politische Forderungen und Visionen
Benjamin Barho, der in seiner Rede den Stillstand in der Politik Starnbergs kritisierte, kündigte an, eine Fördermittelstelle einzurichten, um finanzielle Mittel von Bund, Land oder EU zu akquirieren. Seine Vision für den Landkreis umfasst die Förderung erneuerbarer Energien sowie sanften Tourismus. Barho präsentierte auch konkrete Vorschläge, wie die Taktverdichtung der S-Bahn, Shuttlebusse vom Bahnhof zum See und den Ausbau von Radwegen.
Schulze thematisierte in ihrer Ansprache den Wohnungsmarkt und forderte faire Regeln für Vermieter sowie einen „Bayern-Bausparer“, um die Wohnsituation zu verbessern. Sie sprach zudem die Notwendigkeit an, die Wahlbeteiligung bei den kommenden Wahlen am 8. März zu erhöhen und ein Parteienverbot für die AfD zu fordern, was in der aktuellen politischen Diskussion für viel Gesprächsstoff sorgt.
Aktuelle Entwicklungen im Landkreis
Der Landkreis Starnberg wird derzeit von mehreren aktuellen Ereignissen geprägt. So wurde nach dem tödlichen Unfall des Jungen eine geplante Demonstration in eine Gedenkveranstaltung umgewandelt, die jedoch später aufgrund massiver Kritik abgesagt wurde. Zudem gab es in den letzten Wochen verschiedene Vorfälle, wie einen Zimmerbrand in einem Seniorenheim in Seeshaupt, der tragischerweise das Leben einer 72-jährigen Bewohnerin forderte, und einen Vorfall in Andechs, wo eine Katze mit einem Luftgewehr beschossen wurde.
Auch die Kommunalwahl 2026 wirft ihre Schatten voraus. Die Ausgabe der Briefwahlunterlagen verzögert sich um zwei Tage, da eine Landratskandidatin mehr Platz auf den Stimmzetteln einnimmt. Dies könnte einige Wähler verwirren und den Wahlprozess beeinflussen. In Tutzing wird eine U18-Kommunalwahl als Modellprojekt für digitales Abstimmen durchgeführt, was die politische Partizipation der jüngeren Generation fördern soll.
In dieser bewegten Zeit ist es wichtig, dass die Bürgerinnen und Bürger informiert bleiben. Für weitere Informationen über die aktuellen Entwicklungen in der Politik und der Gesellschaft im Landkreis Starnberg empfehlen wir, einen Blick auf politcal.de zu werfen.
Für die Anwohner und die politische Community wird es spannend zu beobachten sein, wie sich die Diskussionen rund um die bevorstehenden Wahlen entwickeln und welche Maßnahmen letztendlich ergriffen werden, um die Herausforderungen im Landkreis anzugehen.