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In Starnberg gibt es große Pläne für die Fachoberschule (FOS), die seit mehr als acht Jahren besteht. Der Landkreis plant den Neubau der FOS, der mit geschätzten Kosten von fast 83 Millionen Euro verbunden ist. Diese Summe ist allerdings derzeit nicht vorhanden, was die Realisierung des Projekts stark in Frage stellt. Der Bau soll bis zur Genehmigung geplant werden, wobei der Bauleitplan zuvor in die Kategorie „Bearbeitung bei freien Kapazitäten“ eingestuft war. Nach einem Beschluss des Bauausschusses wurde das Projekt nun jedoch auf Position acht in die Kategorie „Vorrangige Bearbeitung“ gehoben. Ein verbindlicher Zeitplan für die Umsetzung steht jedoch noch aus, und die Fertigstellung des Bebauungsplans könnte sich um einige Monate verzögern.

Für das geplante Gebäude sind 24 Klassenzimmer für insgesamt 825 Schüler vorgesehen sowie Fach- und Funktionsräume, eine Sporthalle und eine Tiefgarage mit über 100 Stellplätzen. Zudem wird die Nutzung von Geothermie zur Heizungsversorgung in Betracht gezogen, und die Fassade des neuen Gebäudes soll einen Industriecharakter erhalten. Trotz dieser ambitionierten Pläne sind die bestehenden Räumlichkeiten der FOS derzeit in interimistischen Lösungen untergebracht und müssen optimiert werden. Im Haushalt des Landkreises sind Mittel in Höhe von rund 525.000 Euro für die Genehmigungsplanung eingestellt worden.

Herausforderungen und Kostensteigerungen

Die Kosten für das Projekt sind in den letzten zwei Jahren von einem ursprünglich geplanten Limit von 70 Millionen Euro auf über 80 Millionen Euro gestiegen. Dies ist zum Teil auf jährliche Kostensteigerungen von etwa drei Prozent zurückzuführen. In einer Ausschusssitzung wurden jüngst Informationen über diese Kostensteigerungen und die damit verbundenen Verzögerungen bekannt gegeben. Zudem hat die Stadt Starnberg Einfluss auf diese Verzögerungen, da baurechtliche Grundlagen nachgebessert werden müssen. Die FOS hat momentan nicht mehr die höchste Priorität auf der Liste der städtischen Aufgaben, was die Unsicherheit über den Zeitpunkt der Realisierung noch verstärkt.

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Derzeit wird der Unterricht weiterhin in angemieteten Räumen in mehreren Gebäuden durchgeführt, was die Situation für Schüler und Lehrkräfte unbefriedigend macht. Der Neubau der FOS könnte frühestens im Jahr 2030 in Betrieb genommen werden. Landrat Stefan Frey hat betont, dass ohne Sondervermögen des Bundes der Neubau im Moment nicht möglich ist. Diese finanzielle Unsicherheit führt zu Befürchtungen über steigende Schulden des Landkreises, die Schätzungen zufolge bis zu einer halben Milliarde Euro betragen könnten.

Ausblick und weitere Projekte

Trotz der Herausforderungen und Unklarheiten möchten die Verantwortlichen das Verfahren zum Abschluss bringen, um die benötigte Baugenehmigung zu erhalten. Die Planungen für die FOS sollen fortgesetzt werden, auch wenn der Zeitrahmen für die Fertigstellung ungewiss bleibt. Neben dem Neubau der FOS sind im Landkreis auch weitere Projekte in Planung, wie der Neubau des Herrschinger Gymnasiums und die Generalsanierung des Tutzinger Gymnasiums.

In dieser komplexen Situation bleibt abzuwarten, wie sich der Landkreis und die Stadt Starnberg auf die Herausforderungen einstellen und ob es gelingt, die notwendigen finanziellen Mittel für den Neubau der FOS zu sichern. Die Diskussionen über die Bezahlbarkeit der Projekte und deren Auswirkungen auf die Kommunen werden ohne Zweifel fortgeführt werden müssen. Für weitere Informationen und aktuelle Entwicklungen empfehlen wir, die Artikel auf Merkur und Süddeutsche Zeitung zu verfolgen.