Heute ist der 22.03.2026. In Starnberg tut sich einiges, denn die Abbrucharbeiten an der ehemaligen Firmenzentrale der Firma Houdek an der Moosstraße laufen bereits seit zwei Monaten. Mit dem Projekt Moosaik, das im Frühsommer 2026 seinen ersten Spatenstich feiern soll, wird ein neues Kapitel für die Stadt aufgeschlagen. Der Starnberger Stadtrat hat den Satzungsbeschluss für dieses ehrgeizige Vorhaben gefasst, welches über 300 Wohnungen, Büros, Läden, Gastronomie, ein Hotel, eine Kita, Arztpraxen und soziale Einrichtungen auf einem 3,5 Hektar großen Areal umfasst. Die Baugenehmigung für die ersten drei von insgesamt 16 geplanten Häusern liegt bereits seit Anfang 2026 vor.
Die Initiatorenfamilien Houdek, Baasel und Scherbaum bringen eine lange Geschichte zur Quartiersentwicklung mit. Die Wurstfabrikant Houdek errichtete in den 1960er-Jahren eine der ersten Fabriken im Starnberger Gewerbegebiet, gefolgt von Carl Baasel Lasertechnik, das sich in den 1980er-Jahren ansiedelte. Der Abbruch der Bestandsgebäude im ersten Bauabschnitt soll in den kommenden Wochen abgeschlossen sein, während die Tiefbauarbeiten für den Frühsommer 2026 geplant sind. Die Baugrube für den ersten Bauabschnitt soll Mitte 2027 fertiggestellt werden, mit einer geplanten Fertigstellung der ersten Gebäude und dem Einzug der ersten Mieter bis 2030.
Fortschritte und Entscheidungen
Die Planung für das Moosaik-Projekt wurde von zahlreichen Entscheidungen und Abstimmungen begleitet. So stimmte der Bauausschuss im Dezember 2024 einstimmig für eine zweite Offenlage und die Reduzierung der geplanten Tiefgarage auf eine Ebene. Im November 2024 gab der Stadtrat seine Zustimmung zum Durchführungsvertrag, und im Oktober 2024 billigte der Bauausschuss den Gestaltungsleitfaden sowie den Freiflächengestaltungsplan und Lageplan Inklusion. Die öffentliche Auslegung des Bebauungsplans fand im Februar 2024 statt, und die Stadt Starnberg beschloss im Juli 2024 eine Aktualisierung des Städtebaus, die den Entfall der 2. Untergeschoss-Tiefgarage beinhaltete.
Ein weiterer bedeutender Schritt fand am 30. April 2025 statt, als der Starnberger Stadtrat einstimmig den Billigungsbeschluss für den Bebauungsplan fasste. Die letzten Entwicklungen zeigen, dass das Moosaik-Projekt nicht nur lokal, sondern auch international auf Interesse stößt. Bürgermeister Patrick Janik betont die Bedeutung des Beschlusses für den dringend benötigten Wohnraum in Starnberg. Bereits erste Mietverträge sind abgeschlossen, während weitere in fortgeschrittenen Verhandlungen stehen.
Die Vision hinter Moosaik
Das Moosaik-Projekt ist mehr als nur eine bauliche Maßnahme; es ist ein umfassendes städtebauliches Konzept, das die Lebensqualität in Starnberg nachhaltig verbessern soll. Die Planungen für vier Gebäude des zweiten Bauabschnitts sowie eine Hochgarage und einen Hochpunkt im Zentrum laufen parallel, während der dritte Bauabschnitt mit drei weiteren Gebäuden Anfang der 2030er-Jahre abgeschlossen werden soll. Die letzten Gebäude des Quartiers an der B 2 werden zu einem späteren Zeitpunkt folgen.
Die Vision für das Moosaik hat ihren Ursprung in der einstimmigen Zustimmung des Stadtrats im Dezember 2019, als die Idee erstmals im Stadtrat präsentiert wurde. Seither haben zahlreiche Workshops, Expertengremien und Bürgerbeteiligungen dazu beigetragen, das Konzept weiterzuentwickeln und auf die Bedürfnisse der Bevölkerung einzugehen. Die Stadt Starnberg setzt damit auf eine zukunftsorientierte Stadtentwicklung, die sowohl Wohnraum als auch soziale Einrichtungen und wirtschaftliche Impulse für die Region bietet.
Für weitere Informationen über das Projekt Moosaik und die jüngsten Entwicklungen besuchen Sie bitte die Website Moosaik. Die Quelle dieses Artikels finden Sie ebenfalls unter Merkur.



