Die Kommunalwahl 2026 wirft bereits ihre Schatten voraus, und die politischen Kräfte im Landkreis Starnberg positionieren sich. Die Grünen haben gestern, am 25. November 2025, im vollbesetzten Augustiner in Wörthsee ihre Kreistagsliste aufgestellt. Rund 100 Mitglieder und Interessierte waren bei dieser Veranstaltung anwesend und zeigten, dass das Interesse an der lokalen Politik lebendig ist. Johannes Becher, stellvertretender Fraktionsvorsitzender im Bayerischen Landtag, führte die Runde mit einem Grußwort an und hob die Wichtigkeit einer aktiven Mitgestaltung in der Kommunalpolitik hervor. „Es ist unerlässlich, dass wir uns einbringen“, so Becher.
Benjamin Barho, der Landratskandidat und Sprecher des Kreisverbands Starnberg, bezeichnete die Aufstellung der Liste als die wichtigste Veranstaltung innerhalb des Kreisverbands. Er freue sich über die Vielfalt der Kandidaten, die sich um die aussichtsreichen Plätze 3 bis 20 bewarben. Unterstützung erhält das Gremium durch die erstmalige Anwendung des kumulierten Blockwahlverfahrens, das eine basisdemokratische Wahl der Listenplätze ermöglicht. An diesem Verfahren konnten sich 36 Kandidaten in fünfminütigen Vorstellungen präsentieren.
Diverse Kandidat:innen für den Kreistag
Die Liste wird angeführt von Martina Neubauer auf Platz 1 und Benjamin Barho auf Platz 2. Unter den Kandidat:innen finden sich junge Erwachsene, Eltern, Senior:innen sowie Fachkräfte aus verschiedenen Bereichen wie Ingenieurwesen, Jura, Pädagogik und Unternehmertum. Die Schwerpunkte, die die Grünen in der kommenden Legislaturperiode setzen wollen, umfassen Klimaschutz, den Ausbau von Radwegen, die Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs, die Stärkung der Schulen, die Gesundheitsversorgung sowie demokratische und nachhaltige Konzepte. „Hier liegt noch viel Potenzial für unsere Gemeinde“, betonte Barho bei der Präsentation der Liste.
Doch die Grünen stehen nicht alleine da. Auch DIE LINKE richtet ihren Blick auf die Kommunalwahlen, die am 8. März 2026 stattfinden. Im Landkreis Starnberg wird von der Partei auf Themen wie bezahlbaren Wohnraum, Verkehrsverbindungen, soziale Infrastruktur, Bildung und Energieversorgung gesetzt. Ein Aufruf zur Kandidatur für den Gemeinderat, Stadtrat oder Kreistag wird ebenso ausgesprochen wie der Wunsch nach engagierten Unterstützer:innen und Mitgliedern der Partei. Informationen über das Verfahren und individuelle Möglichkeiten stehen interessierten Personen zur Verfügung.
Das Wahlverfahren in Bayern
Die Kommunalwahlen in Bayern folgen dem Berechnungsverfahren nach Sainte-Laguë/Schepers, was bedeutet, dass die Gesamtstimmenzahlen der Wahlvorschläge auf verschiedene Weise geteilt und den Sitzen entsprechend zugeteilt werden. Bei gleichen Ansprüchen auf einen Sitz entscheidet die größere Stimmenzahl der betreffenden Person; bei Stimmengleichheit wird das Los zurategezogen. Diese Verfahren sichern eine gerechte Verteilung der Sitze und sind entscheidend für die politische Landschaft vor Ort.
Die politischen Diskussionen und der Austausch unter den Akteuren sind derzeit von einem respektvollen und motivierten Geist geprägt. Dies lässt auf spannende Monate bis zur Wahl hoffen, die sowohl für die Wähler:innen als auch für die Kandidat:innen entscheidend sein werden. Es bleibt abzuwarten, wie sich die politischen Positionen weiterentwickeln und welche Themen den Bürger:innen schließlich am Herzen liegen werden.
Informationen zu den aktuellen Entwicklungen in der Kommunalpolitik finden sich unter Unser Würmtal, sowie auf den Seiten von DIE LINKE Starnberg und dem Bayerischen Staatsministerium.