Schweinfurt kämpft gegen 50% Leerstand: Zukunft der Stadtgalerie in Gefahr!
Schweinfurt 2025: Leerstand betrifft Innenstadt und Stadtgalerie. Neues Centermanagement plant Umorientierung und Konzepte.

Schweinfurt kämpft gegen 50% Leerstand: Zukunft der Stadtgalerie in Gefahr!
In Schweinfurt zeigt die Geschäftswelt ein gemischtes Bild: Während der allgemeine Leerstand in der Innenstadt bei 9% liegt und damit nicht alarmierend ist, sieht die Situation in der Stadtgalerie ganz anders aus. Hier stehen stolze über 50% der Verkaufsflächen leer. Dies hat zur Folge, dass sich die Verantwortlichen im Centermanagement Gedanken über eine Umorientierung machen müssen, um das Einkaufszentrum wiederzubeleben. Bereits 2022 wurde die Idee zur Umnutzung vorgestellt, und 2023 fand die Diskussion eine weitere Fortsetzung, doch die Kritiker äußern Bedenken über mögliche negative Auswirkungen auf die Innenstadt.
Die Stadtgalerie hat seit ihrer Eröffnung im Jahr 2009 immer wieder mit Leerstand zu kämpfen. So haben namhafte Geschäfte wie McDonald’s, Camp David/Soccx und dm das Einkaufszentrum mittlerweile verlassen. Dabei wurde McDonald’s erst Ende Dezember 2024 geschlossen. Center-Manager Alexander Kuckshaus zeigte sich im Juni 2025 optimistisch und betonte die gute Zusammenarbeit mit Eigentümern, Stadt und Mietpartnern zur Entwicklung eines Gesamtkonzepts. Es gibt sogar bereits diverse Mietinteressenten, die an einer Anmietung von Flächen interessiert sind. Doch die Stadt Schweinfurt kann die Situation nicht allein ändern – sie bleibt auf die Initiative anderer angewiesen.
Besorgnis über die Attraktivität der Innenstadt
Die Sorgen der Bürger sind seit geraumer Zeit spürbar. Ein offener Brief eines Facebook-Nutzers hebt die wachsende Besorgnis hinsichtlich der Attraktivität der Innenstadt aufgrund des Leerstands hervor. Auch die Stadt widerspricht nicht, dass eine hohe Leerstandsquote zu weiteren Leerständen führen kann. Daher zeigt sich die Stadt engagiert, die Leerstände zu minimieren und innovative Konzepte zur Belebung der Flächen zu entwickeln. Bei einem verkaufsoffenen Sonntag am 12. Oktober 2025 blieb die Stadtgalerie sogar gänzlich außen vor – ein Zeichen für die ernsthafte Lage.
Die Stadt Schweinfurt ist in einem stetigen Austausch mit der Stadtgalerie, um mögliche Lösungsansätze zu erörtern. Das Einkaufszentrum könnte durch neue Nutzungsmöglichkeiten, wie etwa Facharztpraxen, attraktiviert werden. Diese Umorientierung scheint notwendig, denn der Leerstand hat nicht nur Auswirkungen auf die Wirtschaft, sondern auch auf das soziale Leben in der Stadt.
Die Entwicklungen in der Stadtgalerie stehen im Fokus, denn der Erfolg oder Misserfolg dieses Projekts wird nicht nur über die Zukunft des Einkaufszentrums entscheiden, sondern auch über die Attraktivität der gesamten Innenstadt. Die Herausforderungen sind groß, das Engagement von Stadt und Centermanagement jedoch ist es auch. MainPost berichtet von der momentanen Situation, während inFranken die Sorgen der Bürger aufgreift. Schweinfurt steht an einem Wendepunkt und es bleibt abzuwarten, wie sich die Dinge weiterentwickeln werden.