Am 8. März 2026 wurde der Zugverkehr zwischen Amberg und Schwandorf nach einem Unfall an einer Bahnbrücke in Amberg wieder aufgenommen. Der Vorfall hatte sich am Mittwochabend ereignet, als ein Lastwagen, ein Sattelzuggespann der Bundeswehr, an der Eisenbahnbrücke hängen blieb. Der Fahrer hatte die Maximalhöhe der Brücke, die bei vier Metern liegt, nicht beachtet und überschritt diese um knapp einen halben Meter. Dadurch wurde ein Stahlträger der Brücke beschädigt, was zur vorübergehenden Sperrung der Bahnstrecke führte, die auch als Ausweichroute für die gesperrte Strecke Nürnberg–Regensburg genutzt wird.
Die Polizei wurde um 16:39 Uhr zu dem Unfall alarmiert, und das havarierte Fahrzeug wurde gegen 18:44 Uhr abtransportiert. Reisende zwischen Nürnberg Hauptbahnhof, Neukirchen bei Sulzbach und Schwandorf mussten mit Verspätungen rechnen, während die Deutsche Bahn und die Polizei über den Vorfall informierten. Auch Züge aus Richtung Nürnberg Hbf wendeten vorzeitig in Neukirchen (b Sulzb) oder Amberg, und Züge aus Richtung Regensburg Hbf wendeten in Schwandorf. Einzelne Verbindungen im Regionalverkehr könnten weiterhin ausfallen, jedoch steht ein Ersatzverkehr mit Bussen bereit.
Wiederaufnahme des Zugverkehrs
Ab Donnerstagmittag konnten die Züge den Abschnitt zwischen Amberg und Schwandorf wieder mit verminderter Geschwindigkeit befahren. Dennoch wird die Brücke von einem Gutachter überprüft, bevor die Strecke vollständig freigegeben werden kann. Dies ist ein typisches Beispiel für die Herausforderungen, mit denen der Eisenbahnbetrieb konfrontiert ist, wenn es zu Störungen oder Unfällen kommt. Solche Ereignisse sind meldepflichtig, da sie den sicheren Betrieb der Eisenbahn gefährden können.
Gefährliche Ereignisse im Eisenbahnbetrieb
Das Eisenbahn-Bundesamt hat klare Richtlinien für die Meldung gefährlicher Ereignisse im Eisenbahnbetrieb. Dazu zählen nicht nur Unfälle, wie Kollisionen oder Entgleisungen, sondern auch Störungen, die den sicheren Betrieb gefährden. Die Verpflichtung zur Meldung basiert auf der Allgemeinverfügung Pr.3230-32xua/002-0001#001, die regelmäßig aktualisiert wird. Für die Meldung solcher Ereignisse steht ein e-Service bereit, der eine einfache und schnelle Kommunikation ermöglicht.
Für weitere Informationen oder Fragen zur Meldung gefährlicher Ereignisse steht die E-Mail-Adresse e-service.ereignismeldung@eba.bund.de zur Verfügung. In der Testoberfläche des e-Services können zwar keine Meldungen versendet werden, jedoch sind bestimmte Angaben nicht änderbar, was die Handhabung erleichtert.
Die Ereignisse rund um den Unfall in Amberg sind ein deutlicher Hinweis darauf, wie wichtig Sicherheit im Eisenbahnbetrieb ist und wie schnell es zu Störungen kommen kann, die Auswirkungen auf viele Reisende haben.