Heute ist der 11.04.2026 und die Region Rottal-Inn sieht sich einer ernsthaften Herausforderung gegenüber. In Gangkofen, einem kleinen Ort im Landkreis Rottal-Inn, wurde ein neuer Fall der Newcastle-Krankheit (ND) festgestellt. Der betroffene Betrieb ist ein Geflügelbetrieb, in dem rund 6000 Hühner gehalten wurden. Leider mussten diese Tiere aufgrund der Erkrankung getötet werden, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern. Dieser Vorfall wurde in mehreren regionalen Zeitungen veröffentlicht, darunter der Mühldorfer Anzeiger, die Wasserburger Zeitung und der Neumarkter Anzeiger.
Die Newcastle-Krankheit, auch bekannt als „atypische Geflügelpest“, betrifft hauptsächlich Hühner und Puten und stellt eine erhebliche Gefahr für die Geflügelhaltung dar. In den letzten Monaten wurden bereits mehrere Fälle dieser Krankheit in kommerziellen Geflügelhaltungen in Brandenburg und Bayern festgestellt. Die Viren, die in diesen Fällen identifiziert wurden, gehören zum Genotyp VII.1.1, der vor allem in Osteuropa, insbesondere in Polen und Tschechien, vorkommt. Dies weckt Besorgnis, da sich die Situation schnell ändern kann und es wichtig ist, die Biosicherheitsmaßnahmen in den Betrieben zu überprüfen.
Empfehlungen für Geflügelhalter
Um das Risiko eines Ein- und Austrags des Virus zu minimieren, sollten Geflügelhalter die Pflichtimpfungen gegen ND in ihren Beständen überprüfen und gegebenenfalls auffrischen. Dies gilt nicht nur für große Betriebe, sondern auch für Halter von Kleinstbeständen. Besonders wichtig ist es, die Kontrolle über Personenkontakte und den Austausch von Gegenständen zu verstärken. Bei unklaren Todesfällen oder Leistungseinbrüchen in bereits geimpften Herden sollte unverzüglich eine Laboruntersuchung auf Newcastle-Krankheit eingeleitet werden.
Die derzeitige Gefährdungslage wird durch das Vorhandensein von hochpathogener aviärer Influenza des Subtyps H5 zusätzlich verschärft. Diese Umstände machen die Situation für Geflügelhaltungen, Zoos und Tierparks noch prekärer. Die Gesundheitsbehörden empfehlen, alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um die Ausbreitung der Krankheiten zu verhindern.
Fazit und Ausblick
Die Situation in Gangkofen ist ein alarmierendes Beispiel für die Herausforderungen, vor denen die Geflügelhaltung steht. Die Newcastle-Krankheit und andere Geflügelkrankheiten sind ein ernsthaftes Problem, das nicht nur die Tiere, sondern auch die wirtschaftliche Stabilität der Betriebe betrifft. Es bleibt zu hoffen, dass die zuständigen Stellen und die Geflügelhalter schnell und wirkungsvoll reagieren, um weitere Ausbrüche zu verhindern und die Gesundheit der Bestände sowie die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten. Für weiterführende Informationen können Interessierte die Website des Friedrich-Loeffler-Instituts besuchen, die aktuelle Informationen zu Tierseuchengeschehen bereitstellt.