Am 4. November 2025 fand die feierliche Eröffnung des neuen Solarparks „Schlagmann-Nord“ in Zeilarn, Landkreis Rottal-Inn, statt. Der Geschäftsführer Johannes Edmüller und der CSU-Bundestagsabgeordnete Günter Baumgartner gaben mit einem großen Elektrostecker den Startschuss für den Solarpark, der auf einer Fläche von rund sechs Hektar neben dem Ziegelwerk errichtet wurde. Damit will das Unternehmen Schlagmann Poroton einen wichtigen Schritt in Richtung Dekarbonisierung der Ziegelproduktion machen. Wie die passauer neue presse berichtet, wird die Photovoltaikanlage jährlich bis zu 5000 Tonnen CO2 einsparen und somit einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Der Solarpark wird mit rund 11.000 Doppelglas-Modulen betrieben, die jährlich etwa 7,5 Millionen Kilowattstunden Ökostrom produzieren. Das reicht aus, um neben den beiden Zeilarner Ziegelwerken auch vier Perlitverfüllanlagen mit Energie zu versorgen. Die Investitionssumme beläuft sich auf 3,5 Millionen Euro. Diese Menge erzeugter Strom könnte theoretisch Ziegel für rund 3000 Einfamilienhäuser pro Jahr herstellen, was die Bedeutung des Projekts für die lokale Bauwirtschaft unterstreicht.

Nachhaltigkeit und Fortschritt

Edmüller und Baumgartner diskutierten im Vorfeld der Einweihung über den „Bau-Turbo“ der Bundesregierung und betonten die Notwendigkeit geeigneter Rahmenbedingungen für nachhaltige Bauprojekte. Die Sicherstellung einer grünen Energiewende hat mittlerweile enorme wirtschaftliche Relevanz. Unternehmen setzen vermehrt auf Photovoltaikanlagen, um ihre CO2-Emissionen zu reduzieren und die Betriebskosten langfristig zu stabilisieren. So zeigt eine Untersuchung von Pionierkraft, dass CO2-Einsparungen durch Photovoltaik auch in Mehrparteienhäusern nachgewiesen werden können. Die jährliche Einsparung eines Mehrfamilienhauses mit acht Parteien kann bis zu 5,64 Tonnen CO2 betragen, was dem Modell des Solarparks in Zeilarn ähnelt.

Eine konkrete Berechnung zeigt, dass investierte Gelder in erneuerbare Energien sich nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch rentieren. Mit einem Eigenverbrauch von 60% der erzeugten Energie kann man die Betriebskosten erheblich senken und zugleich einen positiven Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Technologie im Einsatz

Technologisch sind moderne Photovoltaiksysteme darauf ausgelegt, Licht in elektrische Energie umzuwandeln. Diese Systeme bestehen aus vielen Solarzellen, die in einem Modul zusammengefasst sind. Die Anlagen müssen konkurrenzfähig in Bezug auf Kosten und Effizienz sein, wobei laut Informationen auf Wikipedia die global installierte PV-Kapazität im Jahr 2022 über 1 Terawatt überschritt, was fast 2% des weltweiten Strombedarfs entspricht. Das Platzieren von PV-Anlagen auf geeigneten Flächen, sei es auf Dächern oder freistehend, bietet große Potenziale zur Reduzierung von CO2-Emissionen im Vergleich zu fossilen Brennstoffen.

Der neue Solarpark in Zeilarn ist ein Beispiel dafür, wie Unternehmen ihren CO2-Fußabdruck verringern können – ein Ansatz, der nicht nur gut für die Umwelt ist, sondern auch den Wettbewerbsvorteil in der Baubranche stärkt. Für die rund 180 Mitarbeiter des Zeilarner Werkes ist dies ein wichtiger Meilenstein, der zudem die Zukunft der Branche mitgestaltet.