Am 7. September 2025 versammelten sich 22 engagierte Teilnehmer der Kreiswasserwacht Rottal-Inn in Simbach, um beim Übungsabend zum Thema „Strömung hat was“ ihre Fähigkeiten zu trainieren. Diese Art von Übungen ist nicht nur wichtig für die individuelle Weiterbildung, sondern auch für die teamübergreifende Zusammenarbeit im Wasserrettungsdienst.
Dank der perfekten Lage nahe der Eisenbahnbrücke am alten Grenzübergang nach Braunau konnten die Wasserretter vielfältige Szenarien simulieren. In einer Übungszeit von zwei Stunden lag der Fokus darauf, die Lokalisierung und das Anfahren treibender Personen effizient mit verschiedenen Bootstypen zu üben. Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit, ihre Kenntnisse zur Rettung in strömendem Wasser zu vertiefen. Besonders hilfreich war der Einsatz eines größeren Boots mit Bugklappe, das die Rettung wesentlich erleichtert.
Teamgeist und Action
Die vorangegangene Übung am Stausee Postmünster umfasste eine Vermisstensuche, die den Teilnehmern wichtige Fähigkeiten in der Personensuche vermittelte. Dies zeigt, wie ernst es der Wasserwacht ist, ihre Mitglieder auf alle Eventualitäten vorzubereiten. Und die Mühe hat sich gelohnt: Nach zwei Stunden waren schließlich alle „gerettet“ und die Übung endete mit viel Teamgeist und Action.
Die Wasserwacht, die Teil des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) ist, hat landesweit etwa 140.000 ehrenamtliche Mitglieder. Diese leisten beeindruckende Arbeit, nicht nur in der Wasserrettung, sondern auch in der Ausbildung von Rettungsschwimmern und im Schwimmunterricht für alle Altersgruppen. Rund 75.000 Aktive sorgen für die Sicherheit in Bädern, Seen, Flüssen und an Küsten, wobei jährlich über 60.000 Personen im Schwimmen und Rettungsschwimmen unterrichtet werden.
Vielseitige Aufgaben
Zusätzlich zur Rettung von Ertrinkenden kümmern sich die Wasserwachtmitglieder ebenfalls um umweltschützende Maßnahmen, wie die Reinigung von Gewässern und die Pflege geschützter Biotope. Um diese Aufgaben zu erfüllen, lernen die angehenden Rettungsschwimmer nicht nur Knotenkunde und Wiederbelebung, sondern erwerben auch ein Rettungsschwimmabzeichen in den Stufen Bronze, Silber und Gold, wobei Silber als Standard für aktive Mitglieder gilt.
Die Wasserwacht bildet eine wichtige Stütze im Hilfeleistungssystem des DRK und stellt Wasserrettungszüge für Hochwasserkatastrophen bereit. Mit ausgebildeten Wasserrettern, Rettungstauchern und Motorrettungsbooten sind die Einsatzkräfte sowohl regional als auch überregional und länderübergreifend tätig. Damit sind sie bestens gerüstet, um im Ernstfall zuzupacken.
Die engagierte Arbeit der Wasserwacht wird von uns allen geschätzt. Es zeigt sich, dass hier nicht nur Wasserrettung praktiziert wird, sondern auch eine enorme Solidarität und Gemeinschaftsgefühl herrscht. Die Übungen sind ein wesentlicher Baustein, um jederzeit für die Sicherheit im Wasser sorgen zu können.
Für weitere Informationen über die Arbeit der Wasserwacht können Interessierte die Webseite des Deutschen Roten Kreuzes besuchen: DRK Wasserwacht oder einen Blick auf die regionalen Nachrichten werfen: PNP.