Im niederbayerischen Gangkofen, Landkreis Rottal-Inn, sind erneut besorgniserregende Nachrichten aus der Geflügelwirtschaft zu vermelden. Am 11. April 2026 wurde ein neuer Fall der Newcastle-Krankheit in einem örtlichen Geflügelbetrieb festgestellt. Besondere Sorgen bereitet, dass hierbei etwa 6000 Hühner betroffen sind. Diese Tiere mussten aus gesundheitlichen Gründen getötet werden, um eine weitere Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Diese Information wurde von mehreren Zeitungen, darunter der Mühldorfer Anzeiger und die Wasserburger Zeitung, veröffentlicht.
Die Newcastle-Krankheit, die auch als „atypische Geflügelpest“ bekannt ist, macht den Geflügelhaltern schwer zu schaffen. Diese Erkrankung tritt hauptsächlich bei Hühnern und Puten auf und hat in den letzten Monaten in verschiedenen Regionen, einschließlich Brandenburg und Bayern, für Aufsehen gesorgt. So wurde im Februar 2026 bereits in mehreren Betrieben das Virus nachgewiesen. Aktuell wurde das Virus als Genotyp VII.1.1 identifiziert, das hauptsächlich in Osteuropa, besonders in Polen und Tschechien, vorkommt. Laut FLI müssen Geflügelhalter ihre Impfungen gegen die Newcastle-Krankheit regelmäßig überprüfen und gegebenenfalls auffrischen.
Vorsichtsmaßnahmen und Empfehlungen
Angesichts der drohenden Gefährdung ist es für alle Geflügelhalter dringend erforderlich, ihre Biosicherheitsmaßnahmen zu überprüfen. Dazu zählt die Kontrolle von Personenkontakten und der Austausch von Gegenständen innerhalb der Betriebe. Besonders bei unklaren Todesfällen oder Leistungseinbußen in geimpften Beständen sollte sofort eine Laboruntersuchung auf Newcastle eingeleitet werden. Diese präventiven Schritte sind notwendig, um eine flächendeckende Ausbreitung der Krankheit zu vermeiden. Die Gefährdungslage erstreckt sich nicht nur auf kommerzielle Betriebe, sondern auch auf Kleinsthaltungen sowie Tierparks und Zoos, die ebenfalls von der Newcastle-Krankheit und der hochpathogenen aviären Influenza betroffen sein können.
Wenn es um die Gesundheit unserer Hausgeflügelbestände geht, ist also schnelles Handeln gefragt. Nur durch sorgfältige Überwachung und sorgfältige Einhaltung der Impf- und Biosicherheitsvorgaben kann die Ausbreitung von Tierschutzproblemen und das damit verbundene wirtschaftliche Risiko eingedämmt werden. Die regionalen Bäuerinnen und Bauern sind aufgerufen, besonders wachsam zu sein und geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um ihre Tiere zu schützen.