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In Roth tut sich etwas: Der Lohgarten, der seit fast zwei Jahren leer steht, wird bald wieder zum Leben erweckt. Die neuen Pächter Niclas Römer und Sebastian Huber haben große Pläne für das traditionsreiche Wirtshaus und den angrenzenden Biergarten. Mit einem fränkisch modernen Konzept wollen sie am 30. April 2026 die Eröffnung feiern und die Gäste mit regionalen Köstlichkeiten begeistern. Aktuell erfreut sich der Lohgarten einer Google-Bewertung von 4,1 Sternen bei 806 Rezensionen, was auf ein starkes Interesse der Öffentlichkeit hinweist. Diese positive Resonanz ist auch durch die vielfältigen Angebote und Veranstaltungen zu erklären, die geplant sind.

Das kulinarische Konzept des neuen Lohgartens umfasst nicht nur regionale Klassiker, sondern auch eine breite Palette an BBQ- und Burger-Gerichten sowie vielfältige Steak-Variationen. Vegetarische und vegane Optionen werden ebenfalls auf der Speisekarte stehen, was das Angebot für alle Geschmäcker attraktiv macht. Die Gaststätte bietet Platz für rund 120 Personen, während der Biergarten für bis zu 600 Gäste konzipiert ist. Das Fleisch stammt aus der eigenen Metzgerei von Niclas Römer, was die Qualität der Speisen zusätzlich unterstreicht.

Veranstaltungen und Öffnungszeiten

Für die ersten Monate nach der Eröffnung sind bereits einige Veranstaltungen in Planung, darunter ein BBQ-Event zum Vatertag und ein Bratwurst-Tasting am 23. Mai. Besonders hervorzuheben ist die Steak-Verkostung, die am 16. Mai 2026 stattfinden wird. Die Gaststätte wird an den Öffnungstagen Montag, Dienstag und Freitag von 17 bis 22 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 11 bis 23 Uhr geöffnet sein. Mittwoch und Donnerstag sind Ruhetage.

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Die Gastronomie in Bayern steht jedoch vor großen Herausforderungen. Trotz der positiven Entwicklung in Roth gibt es landesweit viele Hilferufe von Wirten, die mit steigenden Kosten und sinkenden Einnahmen kämpfen. Laut einer Studie von Dehoga Bayern sind die Preise für Energie um 22%, für Lebensmittel um 15,6% und für Getränke um 11,1% gestiegen. Auch die Anhebung der Mehrwertsteuer von 7% auf 19% belastet die Branche zusätzlich. Dies hat dazu geführt, dass jedes zehnte Lokal in Deutschland im Jahr 2023 geschlossen hat, was den Trend des Wirtshaussterbens verdeutlicht.

Ein Lichtblick in schwierigen Zeiten

Der Lohgarten in Roth könnte ein Lichtblick in dieser schwierigen Zeit sein. Die neuen Pächter setzen auf Gemeinschaft und möchten den Lohgarten zu einem Ort der Begegnung und des Dialogs machen. In vielen ländlichen Gemeinden wird derzeit nach neuen Wirten gesucht, um die Tradition der Wirtshäuser aufrechtzuerhalten. Ein Beispiel ist das Wirtshaus „Zum Weinberg“ in Ansbach, das seit 150 Jahren im Familienbesitz ist. Willy Meyer, der dort seit Jahren tätig ist, kämpft ebenfalls gegen die Herausforderungen der Gastronomie.

Die positiven Rückmeldungen zur Wiedereröffnung des Lohgartens könnten ein Zeichen dafür sein, dass das Interesse an traditionellen Wirtshäusern nicht erloschen ist. Das neue Konzept und die Veranstaltungen könnten nicht nur die lokale Gemeinschaft stärken, sondern auch eine Vorreiterrolle für andere Wirtshäuser in der Region spielen. Die Wiederbelebung des Lohgartens ist also nicht nur ein gastronomisches Ereignis, sondern auch ein wichtiger Schritt zur Erhaltung der Wirtshauskultur in Bayern. Weitere Informationen finden Sie in den Artikeln von InFranken und Nag Bayern.