Am 6. Dezember 2025 hat die AfD Rosenheim auf ihrer Mitgliederversammlung ihr Kommunalwahlprogramm für die Stadtratswahl im März 2026 einstimmig verabschiedet. Das Programm steht unter dem Motto „Für ein sicheres, sauberes und respektvolles Miteinander“. Die Schwerpunkte liegen auf Sicherheit, Familie und Tierschutz, Themen, die in der Bevölkerung stark diskutiert werden.
Der Spitzenkandidat und Oberbürgermeisterkandidat, Maximilian Leucht, hebt die zentrale Rolle der Sicherheit in Rosenheim hervor. Besonders Lärm, Drogenhandel und Müll seien Bereiche, in denen sich Anwohner verunsichert fühlen. Die Partei fordert eine Aufstockung der Ordnungskräfte und deren dauerhafte Präsenz in Problemzonen. „Sicherheit ist keine Frage des Wegschauens, sondern der konsequenten Durchsetzung geltenden Rechts“, so Leucht.
Familienfreundliche Ansätze
Ein weiteres wichtiges Anliegen ist die familienfreundliche Politik. Martina Kranich, die als Stadtratskandidatin ins Rennen geht, setzt sich für bessere Lebensbedingungen von Eltern und Kindern ein. Dazu gehören kostengünstige Nachmittags- und Ferienangebote sowie die Prüfung eines Personalwohnheims für Erzieher und Pfleger. Ein besonderes Augenmerk soll auch auf die Einbindung älterer Menschen in politische Prozesse gelegt werden.
Die AfD zielt darauf ab, Rosenheim zu einer lebenswerten Stadt für alle Generationen zu machen. Dies schließt auch die Schaffung von Wohnraum und die Rücknahme der Parkgebührenerhöhung, insbesondere das freie Parken auf der Loretowiese, mit ein. Maximilian Leucht betont: „Mit diesem Programm bieten wir den Bürgern Rosenheims eine klare Alternative.“
Verantwortung für den Tierschutz
Ein zentrales Thema im Wahlprogramm ist der Tierschutz. Die Partei kritisiert die unveränderte Fundtierpauschale, die die Stadt an Tierheime zahlt, und fordert eine Verdopplung von 0,50 Euro auf mindestens 1,00 Euro pro Einwohner. Bernhard Baron Boneberg, Tierschutz- und Naturschutzexperte, weist darauf hin, dass die Mehrkosten bei rund 32.000 Euro pro Jahr liegen würden. Diese Investitionen seien notwendig, um die Lebensbedingungen für Tiere in Rosenheim zu verbessern und um das Miteinander zwischen Mensch und Tier zu gestalten, was auch der Vorschlag aus Schloß Holte-Stukenbrock verdeutlicht, der auf die Notwendigkeit einer Kastrationspflicht für Katzen hinweist.
Doch nicht nur finanzielle Mittel sind vonnöten. Ein funktionierender kommunaler Tierschutz soll konkrete Maßnahmen vor Ort umsetzen. Dazu zählen die Verbesserung der Versorgung verletzter Wildtiere sowie die Schaffung artgerechter Lebensräume. Projekte, wie etwa eine Hundewiese hinter dem Hallenbad und die Verteilung von Hundekotbeutelspendern im Stadtgebiet, könnten zur Sauberkeit und zum Schutz von Tieren beitragen.
Weichenstellungen für die Zukunft
Die Herausforderungen, vor denen Rosenheim steht, sind vielfältig. Die Stadtplanung und -entwicklung müssen langfristige Konzepte zur Schaffung einer zukunftsfähigen Stadt entwickeln. Es gilt, verschiedene Entwicklungen wie Siedlungsstruktur, Verkehr und Umwelt in Einklang zu bringen. Dabei spielen soziale Belange und finanzielle Spielräume eine ebenso große Rolle. Ein kooperatives Vorgehen und die Einbindung der Bürger sind dabei wichtige Aspekte, die in der Diskussion um die zukünftige Entwicklung von Rosenheim nicht zu kurz kommen dürfen.
Integrierte Förderprogramme werden benötigt, um die verschiedenen Ideen als realisierbar zu erachten. So könnte beispielsweise Künstliche Intelligenz in Planung und Transparenz unterstützend wirken, wie StädteTag anmerkt. Der Modernisierungsdruck in der Stadt fordert ein Umdenken in der Politik und der Stadtentwicklung.
Die künftige Ausrichtung der Stadt haben die Rosenheimer Bürger in der Hand. Die AfD ist bereit, ihre Konzepte und Ideen in die Waagschale zu werfen, während gleichzeitig verschiedene Interessen abgewogen werden müssen. Eines ist sicher: Die kommenden Monate bis zur Wahl im März 2026 versprechen spannend zu werden.