In Regensburg brodelt es, denn am 8. März 2026 steht die Oberbürgermeisterwahl an. Nach dem Rückzug von Gertrud Maltz-Schwarzfischer (SPD), die in ihrer Amtszeit viel bewegt hat, sind die Augen auf die elf Kandidatinnen und Kandidaten gerichtet, die sich um die Nachfolge bemühen. Der Wahlkampf dreht sich vor allem um „haushalts- und verkehrspolitische Themen“, wie die Bayerische Staatszeitung berichtet.

Mit von der Partie ist Thomas Burger, ein 55-jähriger Sozialdemokrat, der bereits lange im Ehrenamt tätig ist und als Vorsitzender der Freiwilligen Feuerwehr sowie Präsident der SG Post Süd in Regensburg bekannt ist. Sein Ziel: Oberbürgermeister werden! Burger sieht dringenden Handlungsbedarf in Bereichen wie der Förderung von Vereinen und der Verbesserung der Mobilität in der Stadt. „More Grünflächen“, so seine Forderung, sind besonders in Anbetracht der extremen Sommerhitze nötig. Zudem möchte er Regensburg als Wirtschaftsstandort attraktiver machen.

Kandidatenvielfalt und Favoriten

Thomas Burger wird nicht der einzige sein, der sich den Wähler:innen vorstellen möchte. Ganz oben auf der Liste der Favoriten steht Astrid Freudenstein (CSU), die amtierende zweite Bürgermeisterin. Sie hat sich in der Vergangenheit bereits einen Namen gemacht und setzt sich für eine Willkommenskultur für die Wirtschaft sowie für mehr Sicherheit und Sauberkeit in Regensburg ein. Doch sie hat Konkurrenz: Helene Sigloch von den Grünen tritt als charismatische Geheimfavoritin auf. Als IT-Sicherheitsexpertin möchte sie vor allem für sichere Schulwege und eine Verkehrswende sorgen.

Aber das ist noch nicht alles – insgesamt haben sich zwölf Kandidaten um das Oberbürgermeisteramt beworben. Darunter auch Thomas Thurow von der Wählervereinigung „Brücke“, der als eher Außenseiter gilt, sowie andere bekannte Gesichter wie Horst Meierhofer (FDP) und Benedikt Suttner (ÖDP), die beide mit spezifischen Themen punkten möchten.

Der Kontext der Wahl

Die vergangenen Wahlen geben einen interessanten Rückblick. Bei der Kommunalwahl 2020, an der fast 55,6 % der 115.424 stimmberechtigten Bürger:innen teilnahmen, konnte Gertrud Maltz-Schwarzfischer die Wahl für sich entscheiden, während Astrid Freudenstein mit 29,5 % der Stimmen als zweitplatzierte Kandidatin ins Ziel kam, wie die Bayerische Staatszeitung und Kommunalwahl2020 berichten. Diese Vorzeichen sowie die Konkurrenzsituation im Stadtrat – stark zersplittert und damit kompliziert in der Regierungsbildung – präsentieren ein spannendes Feld für die bevorstehende Wahl.

Nicht zu vergessen ist die gute Haushaltslage, die Regensburg im Vergleich zu anderen Städten auszeichnet. Dennoch gibt es auch hier Herausforderungen, wie der Mangel an qualifiziertem Personal im öffentlichen Dienst und die Notwendigkeit, weitere Stellen nachzubesetzen.

Wie wird sich die Wähler:innenentscheidung letztendlich auswirken? Die kommenden Wochen bis zur Wahl am 8. März halten auf jeden Fall viele Überraschungen bereit!