Heute ist der 5.03.2026 und die Stadt Regensburg steht vor einer entscheidenden Wahl. Am 8. März 2026 finden die Kommunalwahlen statt, bei denen die wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger über die Zusammensetzung des Stadtrats und das Amt der Oberbürgermeisterin/des Oberbürgermeisters entscheiden. Die neue Amtsperiode beginnt am 1. Mai 2026 und dauert sechs Jahre. Sollte bei der Oberbürgermeisterwahl keine absolute Mehrheit erreicht werden, findet am 22. März 2026 eine Stichwahl statt. Wahlberechtigt sind alle EU-Bürger, die mindestens 18 Jahre alt sind, ihren Lebensmittelpunkt in Regensburg haben und nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen sind. Die Stimmen können entweder im Wahllokal oder per Briefwahl abgegeben werden – wichtig ist, dass die Stimmzettel korrekt ausgefüllt werden.
In der politischen Geschichte Regensburgs gab es bereits zahlreiche Oberbürgermeister, darunter Joachim Wolbergs von der SPD, der von 2014 bis 2020 im Amt war, und Hans Schaidinger von der CSU, der von 1996 bis 2014 regierte. Der letzte Wahlsieg erlangte Gertrud Maltz-Schwarzfischer von der SPD, die 2020 in der Stichwahl mit 50,74% gegen Astrid Freudenstein von der CSU gewann. Maltz-Schwarzfischer, die seit 2014 die Oberbürgermeisterschaft inne hatte, hat jedoch angekündigt, nicht erneut anzutreten. Mit 72 Jahren möchte sie mehr Zeit für ihre Familie verbringen (Quelle).
Kandidaten und Favoriten
Insgesamt treten zwölf Kandidaten zur Wahl an. Der SPD-Kandidat Thomas Burger, der seit 2002 im Stadtrat sitzt und zuletzt als Fraktionsvorsitzender tätig war, gilt als ernstzunehmender Anwärter auf das Amt. Astrid Freudenstein, die derzeitige Zweite Bürgermeisterin und Vertreterin der CSU, wird als Favoritin gehandelt. Sie hatte 2020 in der ersten Wahlrunde 29,50% der Stimmen erhalten und war nur knapp der Stichwahl unterlegen. Zu den weiteren Kandidaten zählen Helene Sigloch von den Grünen, Michael Schien von den Freien Wählern und Horst Meierhofer von der FDP. Auch Vertreter von ÖDP, Volt, Linke, Die Partei, CSB und Ribisl sind im Rennen. Besonders brisant ist die Situation um Thomas Thurow von der „Brücke“, der aufgrund einer Verurteilung wegen Bestechlichkeit als chancenlos gilt (Quelle).
Da die Wahlbeteiligung im ersten Durchgang der letzten Kommunalwahl 2020 bei knapp 53% lag, wird auch für 2026 mit einer ähnlichen Beteiligung gerechnet. Die Möglichkeit einer Stichwahl ist nicht ausgeschlossen, insbesondere wenn SPD, Grüne und andere Parteien einen gemeinsamen Gegenkandidaten unterstützen.
Einordnung und Ausblick
Die Kommunalwahlen in Regensburg sind nicht nur für die Stadt von Bedeutung, sondern spiegeln auch die politischen Trends in Bayern wider. Regensburg, als viertgrößte Stadt des Freistaats, kann durch die Wahl entscheidende Impulse setzen. Die politischen Strömungen und die Zusammensetzung des Stadtrats werden künftig die Entwicklung der Stadtgestaltung, Infrastruktur und sozialen Projekte maßgeblich beeinflussen. Zudem stellt sich die Frage, wie die neuen Herausforderungen, insbesondere in Bezug auf Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit, von den zukünftigen Amtsinhabern angegangen werden. Die Wahlen am 8. März sind somit nicht nur ein lokales Event, sondern ein wichtiges Signal für die gesamte Region und darüber hinaus.