Das historische Schreiberhaus in Stadtamhof öffnet am Freitag, den 12.03.2026, offiziell seine Türen für die Öffentlichkeit. Nach einer zweijährigen Generalsanierung, die mit viel Aufwand und Liebe zum Detail durchgeführt wurde, lädt das denkmalgeschützte Gebäude von 15 bis 19 Uhr zu einem Tag der offenen Tür ein. Die Sanierung des Schreiberhauses ist Teil eines innovativen Projekts, das aus Bundesmitteln gefördert wird und unter dem Namen R_Next bekannt ist. Ziel ist es, das Gebäude zu einem zentralen Treffpunkt für die Bewohner der nördlichen Stadtteile zu machen.

Das Schreiberhaus, das im Kern aus dem 15./16. Jahrhundert stammt, ist Teil eines Ensembles, das auch das Spitalmeisterhaus und das Ökonomiegebäude umfasst. Es befindet sich südwestlich der St. Katharinenkirche und war über Jahre hinweg stark sanierungsbedürftig, nachdem es längere Zeit leer stand. In enger Kooperation mit der Stadt Regensburg wurde das Raumprogramm des Gebäudes auf ein „Haus der Vereine“ zugeschnitten, das den Vereinen aus Stadtamhof, Steinweg und Reinhausen zur Verfügung gestellt wird. Im Erdgeschoss finden sich nun ein Saal, ein Besprechungsraum und eine Küche, während im ersten Obergeschoss Büros sowie eine Teeküche mit Lager untergebracht sind.

Ein Ort der Begegnung und des Engagements

Mit der Wiedereröffnung des Schreiberhauses wird es zum ersten städtischen Begegnungszentrum und einem Haus für Engagement in Stadtamhof. Diese Umstrukturierungen und Veränderungen der Betriebsabläufe der angrenzenden Brauerei bieten neue Chancen zur städtebaulichen Reparatur und Weiterentwicklung des Areals. Die Sanierung entspricht den Zielen des Sanierungsgebiets Stadtamhof, welches durch den Stadtratsbeschluss vom 27. November 2024 um den Bereich des Gries erweitert wurde.

Das Konzept der „smarten Stadtentwicklung“, das auch im Rahmen des Schreiberhauses verfolgt wird, zielt darauf ab, komplexe Planungs- und Beteiligungsprozesse in Städten zu vereinfachen. Der Fokus liegt auf der Digitalisierung städtischer Infrastrukturen und der Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung und Bürgern. Die Einführung smarter Steuerungssysteme für Hitze und Wasser sowie die Entwicklung von Gebäuden, die ihren Energieverbrauch anpassen können, sind nur einige der Ansätze, die verfolgt werden, um eine bessere Lebensqualität zu schaffen und Ressourcen zu schonen.

Bundesförderung und internationale Zusammenarbeit

Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) unterstützt solche Initiativen und fördert seit 2019 insgesamt 73 Modellprojekte für Smart Cities mit einem Gesamtvolumen von 820 Millionen Euro. Diese Projekte reichen von großen Städten bis hin zu kleinen Gemeinden und zielen darauf ab, praktische Lösungspfade für die Entwicklung smarter Städte und Regionen zu erkunden. In diesem internationalen Kontext arbeitet das BMWSB auch mit dem Internationalen Smart Cities Netzwerk (ISCN) zusammen, das den Austausch digitaler Lösungen in Stadtentwicklungsprozesse fördert.

Das Schreiberhaus ist nicht nur ein Beispiel für die gelungene Sanierung eines historischen Gebäudes, sondern auch ein wichtiger Schritt in Richtung eines lebendigen, vernetzten Stadtteils, der die Bedürfnisse der Bürger in den Vordergrund stellt. Mit der Eröffnung wird ein neuer Ort der Begegnung geschaffen, der das soziale Miteinander und das Engagement der Bürger in Stadtamhof stärken soll. Weitere Informationen können auf der Website der Stadt Regensburg gefunden werden: hier.