Der Verlust eines geschätzten Menschen hinterlässt oft eine große Lücke. Dies gilt insbesondere für Prälat Dr. Josef Schweiger, der am 30. November 2025 im Alter von 89 Jahren verstorben ist. Als langjähriger Direktor und Ehrenvorsitzender der Katholischen Jugendfürsorge (KJF) der Diözese Regensburg hat er durch sein Engagement und seine visionäre Arbeit generationsübergreifend einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Oberpfalz Echo berichtet, dass die KJF unter seiner Ägide bedeutend gewachsen ist und zahlreiche Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen sowie verschiedenen Bildungszentren ins Leben gerufen wurden.
Geboren am 16. April 1936 in Riedenburg, durchlief Josef Schweiger eine eindrucksvolle Ausbildung. Er besuchte die Volksschule und das Canisius-Konvikt in Ingolstadt, bevor er Theologie, Philosophie und Psychologie am Jesuiten-Collegium Canisianum in Innsbruck studierte. Am 29. Juni 1962 wurde er von Bischof Rudolf Graber zum Priester geweiht und übernahm 1964 eine Kaplanstelle in Kösching. Im Jahr 1967 wurde er Repetitor am Bischöflichen Priesterseminar in Regensburg und begann seine lange Karriere in der KJF.
Ein Leben für die Jugend und die Menschen mit Behinderungen
Am 1. September 1970 übernahm Dr. Schweiger die Rolle des geschäftsführenden Direktors und stellvertretenden Vorsitzenden der KJF. Von 1970 bis 2006 prägte er die Organisation und wenig später wurde er auch noch bis 2016 erster Vorsitzender. Unter seiner Leitung wuchs die KJF von 75 Einrichtungen mit 200 Mitarbeitern auf über 2.000 Beschäftigte. KJF Regensburg hebt hervor, dass sein unermüdlicher Einsatz für Kinder, Jugendliche, deren Familien sowie für Menschen mit Behinderungen als Vorbild dient.
Prälat Schweiger erhielt nicht nur höchste Ehrungen, sondern auch päpstliche Auszeichnungen, die seinen Einfluss in der katholischen Jugend- und Sozialarbeit unterstreichen. Zu den begehrten Ehrentiteln zählen Ehrenkaplan, Ehrenprälat und der Apostolische Protonotar. Zudem wurde ihm das Bundesverdienstkreuz sowie der Bayerische Verdienstorden verliehen. seine Liste von Auszeichnungen ist lang und spricht für sich: die Bürgermedaille der Stadt Eggenfelden, der Goldene Ring der Stadt und viele andere.
Abschied in Dankbarkeit
Die Beisetzung fand am 30. November 2025 in seiner Heimat Riedenburg statt. Ein Requiem wird am 6. Dezember 2025 um 10:00 Uhr in der Pfarrkirche St. Johannes in Riedenburg zelebriert, besorgt von Domkapitular Michael Dreßel. Darüber hinaus wird am 14. Januar 2026 eine Gedenkmesse im Hohen Dom zu Regensburg gefeiert, die von Bischof Dr. Rudolf Voderholzer geleitet wird. Diese Zeremonien würdigen nicht nur sein Lebenswerk, sondern auch die Werte, für die er einstand.
Josef Schweiger wird als eine prägende Persönlichkeit in Erinnerung bleiben. Sein unermüdlicher Einsatz für die Gemeinschaft und sein Engagement für die nächsten Generationen sind ein Erbe, das in der Diözese Regensburg und weit darüber hinaus weiterlebt. Die Katholische Jugendfürsorge nimmt mit Dankbarkeit Abschied von einem außergewöhnlichen Menschen, dessen Lebenswerk einen unschätzbaren Wert für viele hinterlassen hat.