Am 27. November 2025 setzten sich die Mitglieder des Wasserstoffclusters Region 10 in Bewegung: Zwei Busse starteten zu einer spannenden Jahresexkursion nach Nürnberg. Ziel der Reise war es, sich im Motorenentwicklungszentrum von MAN Truck & Bus sowie am Future Driveline-Campus der Technischen Hochschule Nürnberg Ohm über die neuesten Trends in der Entwicklung von batterieelektrischen und wasserstoffbasierten Nutzfahrzeugen zu informieren. Diese Initiative ist Teil der Kooperation zwischen den Landkreisen Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen, Pfaffenhofen und der Stadt Ingolstadt, die als HY10 bekannt ist, und wird von dir Kommunalunternehmen Strukturentwicklung Landkreis Pfaffenhofen a.d.Ilm (KUS) unterstützt. PAFUNDDU berichtet, dass die Teilnehmer aus Wirtschaft und Forschung spannende Einblicke in emissionsfreie Antriebssysteme erhielten.

Ein Highlight der Exkursion war die Präsentation von Dr. Houben, der den Besuchern den neuen Kompetenzbereich für elektrische Lkw-Antriebe von MAN näherbrachte. Auch das Testen moderner Batterie- und Brennstoffzellensysteme kam nicht zu kurz. Die Teilnehmer hatten die Gelegenheit, sich über wichtige Projekte zu Wasserstofftechnologien, Batteriesystemen und nachhaltigen Antriebskonzepten am Future Driveline-Campus auszutauschen.

Herausforderungen und Chancen im Schwerlastverkehr

Ein zentrales Thema der Veranstaltung war die Notwendigkeit eines zukunftsfähigen Ausbaus der Tank- und Ladeinfrastruktur. Im Bereich der PKWs wird eine Ladeleistung von 150 Kilowatt benötigt, während für den Schwerlastbereich bis zu einem Megawatt erforderlich sind. Raststätten müssen dementsprechend für große Lkw mit entsprechender Lade- und Wasserstofftankinfrastruktur ausgestattet werden. Diese Themen sind nicht nur für die Teilnehmer in Nürnberg von Bedeutung; sie spiegeln auch die Ergebnisse der Veranstaltung „New Battery World 2025“ wider, bei der die Dekarbonisierung des Nutzfahrzeugsektors im Fokus stand. UMWELTDIALOG hebt hervor, dass Wasserstoff als Antrieb für Nutzfahrzeuge an Bedeutung gewinnt.

Dr. Michael Rath von der BMW Group stellte im Rahmen von Pilotprojekten mit Wasserstoff-Lkw die geplante Serienproduktion von Wasserstofffahrzeugen bis 2028 in Aussicht. Die Prognosen der Nationalen Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW) besagen, dass Deutschland bis 2035 eine Anzahl von 1.150 Wasserstofftankstellen benötigt. Langfristige Strategien sind somit gefragt.

Die Rolle von Wasserstoff in der Mobilität

Die Bundesregierung verfolgt das Ziel, Deutschland nachhaltig mit grünem Wasserstoff zu versorgen. Die Novellierung der Nationalen Wasserstoffstrategie im Juli 2023 hat die direkte finanzielle Förderung auf grünen Wasserstoff begrenzt, jedoch können auch andere Wasserstoffarten vorübergehend genutzt werden, bis ausreichend grüner Wasserstoff verfügbar ist. VDA informiert über die Chancen, die sich für die Nutzfahrzeughersteller ergeben, die sowohl auf batterieelektrische als auch auf wasserstoffbasierte Mobilität setzen. Besonders im Schwerlastverkehr, wo große Distanzen überbrückt werden müssen, bietet der Wasserstoffantrieb Vorteile, die in der heutigen Diskussion um klimaneutrale Mobilität von hoher Relevanz sind.

Abschließend lässt sich sagen, dass diese Exkursion nicht nur spannende Einblicke in die Zukunft der Mobilität bot, sondern auch wichtige Impulse für die weitere Zusammenarbeit innerhalb des Wasserstoffclusters mit sich brachte. Ein interaktiver Kurzworkshop eröffnete neue Möglichkeiten für gemeinsame Projekte zwischen der Industrie, der Forschung und regionalen Unternehmen. So stärkt das HY10-Cluster seine Vernetzung und entwickelt innovative Ansätze für die Herausforderungen einer klimaneutralen Mobilität.