Heute ist der 13.02.2026 und in Pfaffenhofen an der Ilm sorgt ein Unfall für Aufregung. Eine 32-Jährige verunglückte bei der illegalen Nutzung eines E-Scooters. Sie fuhr verbotenerweise auf dem Gehweg der Auenstraße in Richtung Scheyerer Straße, als es um 15:30 Uhr zu einem Zusammenstoß mit einem Pkw kam. Das Auto wurde von einer 51-Jährigen aus Ilmmünster gesteuert, die langsam aus einem Parkhaus auf die Auenstraße fuhr, um sich in den Verkehr einzuordnen. Die 32-Jährige prallte mit ihrem E-Scooter gegen den linken Kotflügel des Fahrzeugs und stürzte. Glücklicherweise erlitt sie nur leichte Verletzungen und war nicht akut behandlungsbedürftig; sie konnte selbstständig zu einem Arzt gehen. Der Sachschaden am Pkw beträgt etwa 1000 Euro. Weitere Informationen zu diesem Vorfall sind in einem Artikel auf pfaffenhofen-today.de zu finden.

E-Scooter-Unfälle in Deutschland

Der Unfall in Pfaffenhofen ist kein Einzelfall. Im Jahr 2024 gab es in Deutschland insgesamt 11.944 E-Scooter-Unfälle mit Personenschaden, was einen Anstieg von 26,7 % im Vergleich zum Vorjahr darstellt, als es noch 9.425 Unfälle waren. Besonders besorgniserregend ist die Zahl der tödlichen Unfälle: 27 Menschen starben bei E-Scooter-Unfällen, was einen Anstieg von fünf Todesfällen im Vergleich zu 2023 bedeutet. Die meisten der Verunglückten waren selbst E-Scooter-Fahrer, die 83,9 % der Unfälle ausmachten, darunter alle 27 Todesopfer.

Die häufigste Unfallursache ist die falsche Straßenbenutzung, die in 21,2 % der Fälle festgestellt wurde. Fahren unter Alkoholeinfluss und nicht angepasste Geschwindigkeit folgen mit 12,4 % und 8,0 %. Ein weiteres alarmierendes Faktum: 50,5 % der E-Scooter-Unfälle geschahen bei Zusammenstößen mit Pkw. In der Regel waren die E-Scooter-Fahrer in 35,2 % dieser Fälle die Hauptverursacher. Diese Zahlen verdeutlichen, dass E-Scooter-Unfälle mittlerweile 4,1 % aller Verkehrsunfälle mit Personenschaden ausmachen, während Fahrradfahrer an 32,1 % der Unfälle beteiligt waren.

Regeln und Vorschriften

E-Scooter sind seit dem 15. Juni 2019 im Straßenverkehr in Deutschland zugelassen und unterliegen der Versicherungspflicht. Fahrer müssen mindestens 14 Jahre alt sein und dürfen eine Blutalkoholgrenze von 0,5 Promille nicht überschreiten. Diese Regelungen sollen dazu beitragen, die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen, doch die stetig steigenden Unfallzahlen zeigen, dass es noch viel zu tun gibt. Im Vergleich zu anderen Verkehrsteilnehmern sind E-Scooter-Fahrer besonders gefährdet, was die Notwendigkeit von Aufklärung und Präventionsmaßnahmen unterstreicht.

Die Situation in Pfaffenhofen und die bundesweiten Statistiken zeigen, dass es an der Zeit ist, das Bewusstsein für die Risiken der E-Scooter-Nutzung zu schärfen und die Einhaltung der Verkehrsregeln zu fördern. Nur so kann die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer gewährleistet werden.