In Pfaffenhofen an der Ilm bleibt die Umleitung der Stadtbuslinie 3 in der Ingolstädter Straße weiterhin bestehen. Diese Maßnahme wurde notwendig, weil es zu Bauverzögerungen beim Neubau eines Büro- und Produktionsgebäudes gekommen ist. Seit April 2024 ist die Straße halbseitig gesperrt, und die Umleitung wird voraussichtlich bis zum 31. Dezember 2026 andauern. Ursprünglich war die Baumaßnahme bis März 2026 geplant. Die Haltestellen Hirschberger Wiese/Friedhof, Dieselstraße und Luitpoldstraße stadtauswärts werden in dieser Zeit nicht angefahren, während die Haltestellen in Gegenrichtung wie gewohnt bedient werden. Fahrgäste können sich an den Fahrzeiten der Haltestelle Hirschberger Wiese/Friedhof orientieren, und die Ersatzhaltestelle am Wertstoffhof an der Joseph-Fraunhofer-Straße 41 bleibt bis Ende des Jahres bestehen. Für weitere Informationen kann die Quelle hier konsultiert werden.
Die Stadtbuslinie 3 hat zudem eine langfristige Umleitung bis voraussichtlich 01. März 2026 wegen Bauarbeiten am Gelände von Daiichi Sankyo. Auch hier sind die Haltestellen Hirschberger Wiese/Friedhof, Dieselstraße und Luitpoldstraße stadtauswärts nicht zu erreichen. Stattdessen wird eine Ersatzhaltestelle an der B13, in der Nähe des Elektrofachmarkts expert, in beide Fahrtrichtungen angefahren. Zudem kommt es vom 25. bis 27. September 2024 zu einer kurzzeitigen Vollsperrung, während der die Haltestellen Dieselstraße und Hirschberger Wiese/Friedhof in beide Richtungen nicht bedient werden können. Stadteinwärts entfallen die Haltestellen Bürgerpark, Kreisel, Ingolstädter Straße, Hauptplatz und Schulstraße ersatzlos. Nach der Haltestelle Feuerwehrhaus fährt die Linie 3 direkt zum Bahnhof und dann weiter in die Innenstadt. Ab dem 28. September gilt wieder die ursprüngliche Umleitung. Weitere Details sind in der zweiten Quelle zu finden.
Hintergrund zu Infrastrukturproblemen in Deutschland
Die Umleitung der Buslinie in Pfaffenhofen ist Teil eines größeren Problems, das die Verkehrsinfrastruktur in Deutschland betrifft. Der Zustand dieser Infrastruktur hat sich in den letzten Jahren verschlechtert. Aktuelle Berichte des Bundesverkehrsministeriums zeigen, dass immer mehr Straßen- und Schienenabschnitte sanierungsbedürftig sind. So werden 7.112 Kilometer Autobahnen als sanierungsbedürftig eingestuft, was einen Anstieg von 1.315 Kilometern seit der letzten Erhebung 2017/18 darstellt. Auch die Zahl sanierungsbedürftiger Autobahnbrücken ist alarmierend, mit etwa 8.000 Brücken, die dringend modernisiert werden müssen. Zwischen 2021 und 2023 konnten immerhin 510 Modernisierungsmaßnahmen an Autobahnbrücken abgeschlossen werden.
Die Deutsche Bahn plant, bis 2030 ein „Hochleistungsnetz“ zu schaffen, wobei 40 Streckenabschnitte auf 4.000 Streckenkilometern erneuert werden sollen. Die geschätzten Kosten für die notwendigen Maßnahmen belaufen sich auf mindestens 45 Milliarden Euro. Die BSW-Chefin Sahra Wagenknecht bezeichnet die deutsche Verkehrsinfrastruktur als „riesigen Sanierungsfall“ und kritisiert, dass das Sanierungstempo nicht ausreicht, um den Verfall zu stoppen. Ihr zufolge liegt die Hauptverantwortung für den schlechten Zustand der Infrastruktur bei der Union (CDU und CSU). Für weitere Informationen zu diesen Themen kann die dritte Quelle besucht werden.