In Pfaffenhofen war heute ein ganz besonderes Treffen angesagt. Eine Delegation aus dem Landkreis Regen war zu Gast, um im Rahmen des Projekts „Forum Synergiewende“ gemeinsam mit Fachleuten und Vertretern der Stadtverwaltung über den Fortschritt der Energiewende zu diskutieren. Das Projekt wird von der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) geleitet und bringt Kommunen zusammen, die sowohl Erfahrungen mit bereits umgesetzten Projekten haben als auch solche, die noch am Anfang stehen. Pfaffenhofen wurde 2017 von der AEE als „Energiekommune des Monats“ ausgezeichnet, was durch das Engagement in erneuerbaren Energien unterstrichen wird.
Die Delegation bestand aus Klimaschutzmanager Alexander Achatz sowie weiteren Klimaschutzmanagern aus verschiedenen Gemeinden und dem Geschäftsführer der Arberland Energie GmbH. Ziel des Treffens war es, voneinander zu lernen und praktische Beispiele auszutauschen. So wurden unter anderem Themen wie die Planung von Wärmenetzen, Bürgerbeteiligung und technische Lösungen angesprochen. Die Bürgerenergiegenossenschaft Pfaffenhofen konnte sich ebenfalls präsentieren und wichtige Informationen über den Austausch alter Ölheizungen bereitstellen.
Gemeinsam stark in der Energiewende
Der Stand der Energiewende in Pfaffenhofen wurde von Thomas Hirschberger anschaulich dargelegt. Seit Anfang 2025 bezieht die Stadt bereits 100 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien, ein bemerkenswerter Schritt in Richtung Nachhaltigkeit. Das langfristige Ziel ist es, dies auch für den Wärmebereich zu erreichen. Im Jahr 2023 deckte Deutschland erstmals über die Hälfte seines Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energien, und die Entwicklung zeigt weiterhin positive Zahlen.
Dr. Holger Klos, ein Experte auf dem Gebiet der Power-to-Gas-Technologie, gab einen umfassenden Überblick über die Umwandlung überschüssigen Ökostroms in speicherbares Gas, erläuterte dabei technische Herausforderungen und zukünftige Einsatzmöglichkeiten. Auch die Frage der Bürgerbeteiligung spielt eine große Rolle, da sie für den Erfolg von Gemeinden wie Pfaffenhofen entscheidend ist.
Fortschritte und Herausforderungen von erneuerbaren Energien
Die Energiewende in Deutschland war ein zentrales Thema des Treffens. Laut dem Umweltbundesamt wurden im Jahr 2024 22,4 Prozent des Brutto-Endenergieverbrauchs durch erneuerbare Energien gedeckt, was einen Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren darstellt. Das Ziel für 2030 ist, 41 Prozent aus erneuerbaren Quellen zu generieren. Die Windenergie dominiert dabei die Stromproduktion und hat sich als wichtigster Energieträger etabliert.
„Es ist entscheidend, dass wir das Potenzial dieser Ressourcen ausschöpfen und dabei auch auf innovative Lösungen setzen“, so ein Teilnehmer des Austauschs. Angesichts der aktuellen Entwicklungen ist es wichtig, die Energiewende als Motor für Effizienz, Modernisierung und Digitalisierung nicht nur im Stromsektor, sondern auch in der Wärme- und Verkehrsversorgung voranzutreiben.
Der intensive Austausch der Teilnehmer, der sowohl in Gesprächsrunden als auch in Diskussionsphasen und beim gemeinsamen Mittagessen stattfand, zeigt einmal mehr, wie wichtig die Vernetzung und der Wissenstransfer zwischen den Kommunen sind. Mit einem starken Miteinander geht die Energiewende in Bayern und darüber hinaus weiter voran.