Farbenprächtige Polarlichter erleuchten Pfaffenhofen – ein Naturspektakel!
Farbenprächtige Polarlichter erleuchten Pfaffenhofen: Ein geomagnetischer Sonnensturm sorgt für einzigartige Nachtansichten am 20. Januar 2026.

Farbenprächtige Polarlichter erleuchten Pfaffenhofen – ein Naturspektakel!
Was für ein spektakuläres Naturschauspiel erleuchtete die Nacht von Montag auf Dienstag! Ein starker geomagnetischer Sonnensturm sorgte dafür, dass der Himmel über Bayern in allen Farben schimmerte. Besonders im Landkreis Pfaffenhofen konnten zahlreiche Beobachtende ein beeindruckendes Display der Polarlichter bestaunen. Viele von ihnen hielten die magischen Momente mit ihren Kameras fest, und die Aufnahmen zeugen von der Schönheit dieses seltenen Ereignisses. So dokumentierte der Donaukurier, wie Gerti Bomberg zwischen Scheyern und Plöcking ein beeindruckendes Foto der Nordlichter einfing.
Die Nacht war ideal für solche Himmelsbeobachtungen: Ein klarer Himmel und der Neumond sorgten dafür, dass die bunten Lichter in verschiedenen Schattierungen, von tiefem Violett bis zu leuchtendem Grün, besonders gut zur Geltung kamen. „Die Bedingungen waren perfekt“, erklärt Meteorologe Markus Bayer vom DWD. Er ergänzt, dass eine stärkere Eruption der Sonne dafür verantwortlich war, dass aufgeladene Teilchen des Sonnenwinds die oberen Schichten der Atmosphäre zum Leuchten anregten.
Zauberhafte Himmelskräfte im Landkreis
Leonhard Schrätzenstaller hielt die violetten Polarlichter über der Scheyrer Basilika fest, während seine weiteren Aufnahmen den erleuchteten Nachthimmel über Plöcking zeigen. Matthias Jantsch, der in der Nähe von Winden bei Scheyern fotografierte, ließ ebenfalls seiner Begeisterung freien Lauf: „Es waren perfekte Beobachtungsbedingungen.“ Auch Vanessa Kristen war von den bunten Farben über Geisenfeldwinden begeistert.
Diese Polarlichter, die als eines der eindrucksvollsten Himmelsphänomene gelten, waren nicht nur in Bayern zu sehen, sondern schimmerten auch weit über die Grenzen nach Österreich hinaus. Laut BR.de verzeichnete die Nacht sogar in Franken und bis zu den Alpen unzählige Lichterspiele. Die Stärke des geomagnetischen Sturms erreichte die Stufe G4 – eine Seltenheit, die nicht ohne Auswirkungen bleibt.
Ein Sonnensturm mit Folgen
Die Eruptionswolke benötigte nur etwa 25 Stunden für den Weg von der Sonne zur Erde, was als extrem schnell gilt. Normalerweise sind hier drei bis vier Tage üblich. Allein die Feldstärke des Sonnenwinds war mit 91 Nano-Tesla zehnmal höher als der Durchschnitt – ein Maß dafür, wie intensiv dieses Ereignis war. Though fortunately, es gab keine bekannten Probleme mit Satelliten oder elektronischen Systemen. Dennoch kam die Warnung von möglichen Störungen bei satellitengestützten Navigationssystemen, was durchaus bedenklich ist, wenn man bedenkt, wie wichtig solche Anwendungen in unserem Alltag sind.
Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass Astronauten und Flugzeuge in polaren Routen auch vor erhöhten Strahlungswerten geschützt sind. Eine Situation, die laut GeoSphere Austria dank moderner Technologien gut überwacht wird.
Die Sicht der Polarlichter ist nicht nur ein rein ästhetisches Vergnügen, sondern erzählt auch von den geheimnisvollen Kräften der Sonne und deren Einfluss auf unseren Planeten. Aktuell befinden wir uns im Maximum des 11-jährigen Sonnenzyklus, der bis 2026 anhält. Es bleibt abzuwarten, was uns die Sonne in der Zukunft noch bescheren wird.