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Am Donnerstag, den 5. März 2026, wurden die Einsatzkräfte in Pfaffenhofen, Schleiferberg, zu einem Brand in einer Garage alarmiert. Vor Ort stellte die Feuerwehr eine starke Rauchentwicklung aus dem Hanggeschoss eines Mehrfamilienhauses fest. Der Zugang zur Brandstelle musste gewaltsam über den Garten zu einer leer stehenden Wohnung erfolgen. Der Brandherd wurde im Heizungsraum lokalisiert, wo der Brenner einer Pelletsheizung in Flammen stand. Glücklicherweise konnte das Feuer schnell lokalisiert und nach wenigen Minuten gelöscht werden. Die Feuerwehr meldete „Feuer aus“ und begann sofort mit den Entrauchungsmaßnahmen in der betroffenen Wohnung sowie in der darüber liegenden Wohnung. Dennoch wurde ein Bewohner mit einer Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert. Insgesamt waren 32 Einsatzkräfte der Feuerwehr Pfaffenhofen im Einsatz, darunter drei Trupps mit Atemschutz und sieben Fahrzeuge. Der gesamte Einsatz dauerte gut eine Stunde.[1]

Die Gefahren, die von Pelletheizungen ausgehen können, sind nicht zu unterschätzen. Ein Vorfall in Bamberg, der am 31. Juli 2025 stattfand, zeigt dies eindrucksvoll. Bewohner von Häusern mit Pelletheizungen wurden vor einem möglichen Erstickungstod gerettet, nachdem ein Kohlenmonoxid-Alarm auf dem Smartphone eines Bewohners ausgelöst wurde. Feuerwehr und Technisches Hilfswerk (THW) stellten eine lebensgefährliche Kohlenmonoxid-Konzentration fest, die durch elf Tonnen feuchter Pellets im Keller verursacht wurde. Diese Pellets waren zu feucht angeliefert und eingelagert, was zu mikrobiologischer Zersetzung führte und letztlich gefährliche Gase produzierte. Kohlenmonoxid, das geruchs- und geschmacklos ist, kann zu tödlichen Vergiftungen führen, da es den Sauerstofftransport im Blut verhindert. Auch wenn in Deutschland CO-Melder keine Pflicht sind, empfehlen Feuerwehr und Polizei Pellet-Heizung-Besitzern dringend, solche Geräte zu installieren, um frühzeitig gewarnt zu werden.[2]

Die Risiken von Pelletheizungen

In der aktuellen Diskussion um Pelletheizungen ist es wichtig, die Risiken im Kontext der Energiewende und der möglichen Förderungen zu betrachten. Immer mehr Menschen entscheiden sich für diese Heiztechnologie. Doch Vorfälle, wie der in Bamberg, verdeutlichen die Gefahren, die von feucht gelagerten Holzpellets ausgehen können. Bei einem weiteren Vorfall mussten mehrere Bewohner evakuiert werden, nachdem eine 18-Jährige mit Schwindel ins Krankenhaus gebracht wurde. Die Polizei berichtete von einem Gärprozess, der durch die Beschaffenheit der Pellets ausgelöst wurde. Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung wurden gegen das Unternehmen eingeleitet, das die Pellets geliefert hatte. Die Feuerwehr bestätigte, dass die Kohlenmonoxid-Konzentrationen in den betroffenen Häusern um das Achtfache über den zulässigen Grenzwerten lagen.[3]

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Um das Risiko von Kohlenmonoxid-Vergiftungen zu minimieren, sollten Pelletlager regelmäßig gelüftet werden. Auch der Einsatz von Kohlenmonoxid-Meldern ist ratsam. Zudem sollte bei der Lagerung darauf geachtet werden, dass die Pellets unter optimalen Bedingungen aufbewahrt werden, um eine mikrobiologische Zersetzung und die damit verbundenen Gefahren zu vermeiden. Die Diskussion um die Sicherheit von Pelletheizungen bleibt also auch in Zukunft von großer Bedeutung, insbesondere in Zeiten, in denen regenerative Energien immer mehr an Bedeutung gewinnen.