Am 18. Februar 2026 fand der Politische Aschermittwoch der CSU in der Dreiländerhalle in Passau statt, ein Event, das traditionell die politische Stimmung in Bayern spiegelt. Martin Huber, der Generalsekretär der CSU, führte durch den Tag. Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder nutzte die Gelegenheit, um einige eindringliche Forderungen zu präsentieren.
In seiner Rede harte Söder eine klare Position zur Einführung einer strengeren Dienst- und Wehrpflicht in Deutschland. Er stellte fest, es sei notwendig, die Verteidigungsfähigkeit zu stärken und mehr Soldatinnen und Soldaten für die Bundeswehr zu gewinnen, um die NATO und die Landesgrenzen zu schützen. Diese Auffassung stammt nicht aus der Luft; die CSU hat sich bereits für die Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht ausgesprochen, während die Koalition von Union und SPD auf einen freiwilligen Wehrdienst setzt, der jedoch nicht allen zustimmt. Laut den Berichten von stern.de und tagesschau.de ist die Zahl der aktiven Soldaten unabdingbar; die Bundeswehr soll von 180.000 auf 260.000 wachsen.
Politische Spitzen und Kritik
Söder ließ keinen Zweifel daran, dass er mit dem aktuellen Länderfinanzausgleich unzufrieden ist, den er als „größte Abzocke“ bezeichnete. In seiner gewohnt direkten Art machte er auch vor persönlichen Angriffen nicht halt und nannte die Linken-Fraktionschefin Heidi Reichinnek eine „sozialistische TikTok-Tante“. Zudem bezeichnete er die AfD als menschlich und politisch „inkompetent“. Diese scharfen Worte zogen stürmischen Applaus aus dem Publikum, das in der Dreiländerhalle versammelt war.
Ein weiteres heißes Eisen war die Sicherheit von Polizisten, die für Söder von höchster Priorität ist. „Die Sicherheit unserer Menschen muss an erster Stelle stehen“, äußerte er sich entschlossen und erntete hierfür große Zustimmung. Der Ministerpräsident verdeutlichte, dass es mehr Arbeitsstunden brauche, um die Wirtschaftsleistung zu steigern und damit auch die Sicherheit zu erhöhen.
Proteste und positive Stimmung
Trotz der festlichen Stimmung und des beliebten Essens, das von Brezen bis hin zu Lachssemmeln reichte, gab es auch kritische Stimmen. Rund 20 Personen protestierten vor der Halle gegen einen umstrittenen Gentechnik-Gesetzesvorschlag. Dieses Bild einer engagierten Bürgerschaft zeigt, dass nicht alles im politischen Einheitsbrei geschluckt wird. Der Aschermittwoch hat einmal mehr gezeigt, wie die CSU mit klaren Botschaften zu umstrittenen Themen präsent ist und die Meinungen in der Bevölkerung polarisiert.
Der Tag endete mit dem gemeinschaftlichen Singen der Bayernhymne, der Nationalhymne sowie der Europahymne, was die anwesenden Gäste in eine festliche Stimmung versetzte und zeigte, dass trotz aller politischen Differenzen auch Einigkeit und Zusammenhalt zelebriert werden. An diesem Tag ließ die CSU keinen Zweifel daran, dass sie sich als ernst zu nehmende politische Kraft sieht, die bereit ist, klare Linien zu ziehen und ihre Positionen wesentlich zu betonen.
Bis zur nächsten Wahl wird die Debatte über die Wehrpflicht und die Rolle der Bundeswehr voraussichtlich intensiver werden. Der Politische Aschermittwoch 2026 hat einmal mehr die Richtung vorgegeben – sowohl für die CSU als auch für die gesamte politische Landschaft in Deutschland.



