Die Brauerei Hacklberg in Passau, eine der größten Brauereien in Niederbayern, sorgt weiterhin für Aufsehen. Seit 1618 werden in den historischen Gebäuden des Sommerschlosses Hacklberg schmackhafte Biere gebraut. Im Besitz des Bistums Passau seit 1897, hat sich die Brauerei auch in der heutigen Zeit als eines der führenden Unternehmen in der Region etabliert.

Aktuell steht Hacklberg nicht nur für hohe Qualität, sondern auch für ein reichhaltiges kulturelles Programm. Die Leitung dieser Veranstaltungen hat Elisabeth Rehm übernommen, die regelmäßig Sänger und Musikanten aus Niederbayern und Oberösterreich im alten Braukeller begrüßt. Die Mitwirkenden, darunter Gruppen wie der Soizweger Zwoagsang und die Bläsertanzlmusi Freindalwirtschaft aus der Passauer Umgebung, sorgen für ausgelassene Stimmung. Dabei kommen auch Ensembles wie das Ziachduo Nimmervoll aus dem Mühlviertel und die Schärdinger Volksmusik aus dem Innviertel in den Genuss, die Zuhörer mit ihren Klängen zu erfreuen.

Kulturelle Erlebniswelt

Solche Veranstaltungen sind nicht nur aus musikalischer Sicht ein Gewinn. Sie fördern auch den Austausch zwischen den verschiedensten kulturellen Hintergründen und stärken die Gemeinschaft der Brauerei. Die Regie bei diesen Events liegt in den fähigen Händen von Corbinian Lippl, der dafür sorgt, dass alles wie am Schnürchen läuft und die Zuschauer auf ihre Kosten kommen.

Doch nicht nur die Veranstaltungen sind beeindruckend: Die Brauerei bietet auch ein vielfältiges Sortiment. Schätzungen zufolge produziert Hacklberg jährlich etwa 300.000 Hektoliter Bier und alkoholfreie Getränke. Sie haben über 14 Biersorten im Angebot, darunter den beliebten Humorator Doppelbock, sowie 25 Sorten alkoholfreier Getränke und 4 verschiedene Mineralwässer. Das alles wird gemäß dem bayerischen Reinheitsgebot von 1516 hergestellt, was die Qualität der Produkte unterstreicht.

Historische Entwicklung

Die Geschichte der Brauerei Hacklberg ist faszinierend: Gegründet wurde sie im Jahr 1618 und hat seither viele Höhen und Tiefen erlebt. Nach der Säkularisation im Jahr 1803 wurde sie weltlich, bevor sie 1849 in Privatbesitz überging. Die Rückkehr zur Kirche 1897 für stolze 850.000 Goldmark war nur ein Kapitel in dieser beeindruckenden Chronik. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Betrieb 1948 unter eingeschränkten Bedingungen wieder aufgenommen und bis heute kontinuierlich modernisiert.

Unter der Leitung von Direktor Stephan Marold hat die Brauerei jüngst in den Standort investiert, um zusätzliche Kapazitäten zu schaffen. Im Jahr 2014 kam es auch zur vollständigen Übernahme der Innstadt Brauerei Passau – ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung der Hacklberger Braukultur. Ob beim Genießen eines frisch gezapften Bieres oder bei einem der lebhaften Veranstaltungen, die Brauerei Hacklberg bleibt ein zentraler Anziehungspunkt für alle, die das bayerische Lebensgefühl schätzen.