Am Samstag, dem 22. November, kam es zu einem ernsten Vorfall im südlichen Ostallgäu, als ein Zug kurz vor dem Bahnhof Weizern-Hopferau entgleiste. Der Zug, der aus Richtung Augsburg unterwegs war, sprang an einer Weiche mit den ersten beiden Achsen aus den Gleisen. Glücklicherweise blieben die rund 150 Fahrgäste unverletzt. Dennoch mussten sie den Zug nach dem Vorfall verlassen und ihre Reise mit Ersatzbussen fortsetzen, wie die Bayerische Regiobahn (BRB) berichtet.
Die Stimmung unter den Betroffenen dürfte angespannt gewesen sein, doch die schnelle Evakuierung verlief reibungslos. Viele Fragen blieben dennoch offen: Was ist die Ursache des Vorfalls und wie lange wird die Bahnstrecke zwischen Marktoberdorf und Füssen gesperrt bleiben? Am Sonntag, den 23. November, sollte der entgleiste Zug wieder auf die Schiene gesetzt werden, um die Situation zu bereinigen. Ein Schienenersatzverkehr (SEV) mit Bussen bleibt jedoch bis auf Weiteres bestehen. Dieser Verkehr könnte zahlreiche Pendler und Schüler betreffen, die ab Montag, dem 24. November, auf alternative Transportmittel angewiesen sind.
Details zum Vorfall
Die BRB untersucht derzeit die Ursachen des Zugunglücks. Während die Arbeiten zur Wiederherstellung des Zuges und der Gleise im Gange sind, können die genauen Ausmaße des Schadens und die Dauer der Streckensperrung erst nach Abschluss der Rückführung des Zuges in den Normalzustand eingeschätzt werden. Fahrgäste werden angesprochen, sich vor ihrer Abfahrt über aktuelle Entwicklungen auf der Website der BRB zu informieren. Auch Echtzeitinformationen sind über die Facebook-Seite „BRB Störungsinfo“ sowie über WhatsApp-Kanäle verfügbar.
Mit den anstehenden Einschränkungen ist zu rechnen, dass auch auf den Linien RB68 und RB77 zwischen München und Füssen sowie Augsburg und Füssen Verspätungen und Ausfälle zu erwarten sind. Daher ist es ratsam, sich frühzeitig zu informieren und alternative Reisepläne zu schmieden.
Der Blick über den Tellerrand
Solche Vorfälle werfen auch ein Licht auf die aktuellen Bemühungen, die Sicherheit im Schienenverkehr zu verbessern. Eine EU-Initiative zielt darauf ab, die Anzahl und die Auswirkungen von Zugentgleisungen zu reduzieren. Zwischen 2003 und 2013 gab es in Europa über 600 Güterzugentgleisungen, die jährliche Kosten von über 200 Millionen Euro verursachten. Mit Projekten wie D-RAIL, die darauf abzielen, Entgleisungen zu verhindern, soll die Zahl der Vorfälle signifikant gesenkt werden, nicht nur um die Sicherheit zu erhöhen, sondern auch um die Attraktivität des Schienenverkehrs zu steigern und negative Umweltbelastungen zu mindern.
Es bleibt abzuwarten, wie schnell die Streckensperrung aufgehoben werden kann und welche Erkenntnisse aus dem Vorfall in der Region gezogen werden. Bis dahin bleibt den Fahrgästen nur, sich gut vorzubereiten und auf die aktuellen Informationen zu achten.
Für mehr Informationen über den Vorfall und die Schienenersatzverkehre gehen Sie bitte auf die Webseiten von Merkur und BR. Um mehr über die EU-Initiative zur Verbesserung des Schienenverkehrs zu erfahren, besuchen Sie CORDIS.



