Am 22. März 2026 fanden in Kempten sowie in den Landkreisen Ober- und Ostallgäu die mit Spannung erwarteten Stichwahlen statt. Diese Wahlen wurden notwendig, da im ersten Wahlgang am 8. März kein Bewerber die magische Grenze von 50 Prozent der Stimmen überschritt. In Bayern waren insgesamt 29 Landkreise und über 250 Städte und Gemeinden von Stichwahlen betroffen, darunter auch die großen Städte München, Nürnberg und Augsburg. Die Wahllokale schlossen um 18 Uhr, gefolgt von einer zügigen Auszählung der Stimmen. Die Ergebnisse der Bürgermeister-Wahlen und der Landratswahlen sind mittlerweile veröffentlicht worden und haben für einige Überraschungen gesorgt. Weitere Informationen und Analysen sind im Liveticker zur Wahl verfügbar.
In Kempten, wo die Wahlleiterin das vorläufige Ergebnis der Oberbürgermeisterwahl am 08. März 2026 veröffentlichte, gab es insgesamt 52.490 Stimmberechtigte. Von diesen gaben 28.129 ihre Stimme ab, was einer Wahlbeteiligung von etwa 53,5 Prozent entspricht. Die Auszählung ergab 27.634 gültige Stimmen, wobei 495 Stimmzettel ungültig waren. Die Stimmen verteilten sich auf die Kandidaten wie folgt: Thomas Kiechle (CSU) erhielt 10.118 Stimmen, Christian Schoch (FREIE WÄHLER/Freie Wähler-ÜP) 8.560 Stimmen, Dominik Tartler (GRÜNE) 5.502 Stimmen und Katharina Schrader (SPD) 2.597 Stimmen. Da keiner der Kandidaten die erforderliche Stimmenanzahl erreichte, kam es zur Stichwahl zwischen Kiechle und Schoch.
Ergebnisse und Entwicklungen in anderen Städten
Die Kommunalwahlen in Bayern 2026 haben in vielen Städten für Aufsehen gesorgt. In München beispielsweise lag der amtierende Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) im ersten Wahlgang bei 35,6 Prozent, während sein Herausforderer Dominik Krause (CSU) mit 29,5 Prozent knapp dahinter lag. In Nürnberg trat Amtsinhaber Marcus König (CSU) gegen Nasser Ahmed (SPD) an, während in Augsburg die amtierende Oberbürgermeisterin Eva Weber (CSU) gegen Florian Freund (SPD) ins Rennen ging. Die Wahlbeteiligung und die Ergebnisse variieren stark, wobei einige Gemeinden äußerst knappe Ergebnisse lieferten – beispielsweise fehlten in Abenberg nur drei Stimmen, um eine klare Entscheidung zu treffen.
Die Stichwahlen in rund 290 bayerischen Kommunen sind nun abgeschlossen, und die endgültigen Ergebnisse der Kommunalwahlen 2026 sind verfügbar. Besonders bemerkenswert ist die Veränderung in München, wo Dieter Reiter (SPD) das Amt an Dominik Krause (CSU) abgeben musste. In Augsburg verlor Amtsinhaberin Eva Wurm (CSU) gegen Florian Freund (SPD). In Vaterstetten setzte sich die SPD-Herausforderin gegen den CSU-Amtsinhaber durch, was auf eine mögliche Verschiebung der politischen Landschaft in Bayern hinweist. Die Ergebnisse basieren auf offiziellen Zahlen der Städte, Gemeinden und Landkreise und sind über interaktive Karten abrufbar, die von einem Datenjournalismus-Team aufbereitet wurden. Weitere Details zu den Ergebnissen können auf der Website Merkur eingesehen werden.



