Der Kommunalwahlkampf im Ostallgäu ist in der entscheidenden Phase angekommen. Am Dienstagabend fand eine spannende Podiumsdiskussion im Modeon in Marktoberdorf statt, die von der Allgäuer Zeitung organisiert wurde. Etwa 700 Menschen fanden sich ein, um den fünf Bewerbern um die Nachfolge von Landrätin Maria Rita Zinnecker (CSU) zuzuhören. Zinnecker, die seit 12 Jahren im Amt ist, wird ihr Mandat am 30. April 2026 niederlegen. Die Wahlen finden am 8. März 2026 statt, und die Bürger sind aufgerufen, sich aktiv an der Wahl zu beteiligen.
Die Podiumsdiskussion, die rund zwei Stunden dauerte, bot eine Plattform für die Kandidaten, ihre Positionen zu präsentieren. Die Fragen wurden von den AZ-Redakteuren Stefanie Gronostay und Vitalis Held gestellt, und die Themen reichten von Klimaschutz über die Zukunft des Tourismus bis hin zur medizinischen Versorgung. Die Diskussion war munter, bisweilen kontrovers, aber überwiegend fair.
Die Kandidaten im Überblick
- Andreas Bauer (CSU) – 45 Jahre alt, Stadtrat in Kaufbeuren und Wirtschaftsreferent. Er legt den Schwerpunkt auf Wirtschaft, Infrastruktur und Umweltschutz.
- Ilona Deckwerth (SPD) – 64 Jahre alt und Studienrätin an Förderschulen. Sie setzt sich für soziale Gerechtigkeit und Bildung ein.
- Wolfgang Dröse (AfD) – 37 Jahre alt, Rechtsanwaltsfachangestellter, der für eine radikale Wende in der Migrationspolitik plädiert.
- Johannes Erd (Grüne) – 29 Jahre alt, Politikwissenschaftler und Hüttenwirt, engagiert sich in der Umwelt- und Jugendpolitik.
- Bernd Stapfner (Freie Wähler) – 51 Jahre alt, Polizeibeamter und stellvertretender Bürgermeister, mit dem Fokus auf Sicherheit und Lebensqualität.
Jeder Kandidat hatte die Gelegenheit, in einer 90-sekündigen Wahlkampfrede seine Visionen und Prioritäten darzulegen. Themen wie der Pflegenotstand, die Migrationspolitik und neue Windparks wurden ebenfalls diskutiert und zeigten die unterschiedlichen Ansätze der Kandidaten zur zukünftigen Entwicklung des Landkreises.
Wichtige Wahldaten
Die Wähler im Ostallgäu haben die Möglichkeit, am 8. März 2026 über die zukünftige Leitung des Landkreises zu entscheiden. Sollte kein Kandidat die erforderliche Mehrheit erreichen, könnte am 22. März 2026 eine Stichwahl stattfinden. Die Kandidaten stehen vor der Herausforderung, die Wähler von ihren Konzepten zu überzeugen, während Zinneckers Amtszeit sich dem Ende zuneigt.
Die Podiumsdiskussion war ein bedeutender Schritt im Wahlkampf und bot den Bürgern die Möglichkeit, die Kandidaten näher kennenzulernen. Die Bürger sind aufgerufen, sich an der Wahl zu beteiligen, um die Richtung für die kommenden Jahre im Ostallgäu aktiv mitzugestalten. Weitere Informationen zu den Kandidaten und den Themen der Wahl finden Sie auch in der Allgäuer Zeitung, Nag Bayern und Kreisboten.



